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Xi Jinpings Pausen verkürzen Stunden im Gipfel-Zeitplan mit Trump

Laut WSJ forderten chinesische Beamte lange Ruhepausen für Xi Jinping und strichen Stunden aus dem Gipfelprogramm mit Trump.

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Xi Jinpings Pausen verkürzen Stunden im Gipfel-Zeitplan mit Trump

Chinesische Beamte haben während des jüngsten Gipfeltreffens von Präsident Xi Jinping mit US-Präsident Donald Trump in Washington ungewöhnlich lange Ruhepausen eingefordert und damit Stunden aus dem Zeitplan der beiden Staatschefs gestrichen. Das berichtete das „Wall Street Journal" exklusiv unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen. Die Forderungen aus Peking prägten demnach den Ablauf eines Besuchs, der weniger als zwei Tage dauerte.

Zu den Vorkehrungen gehörte dem Bericht zufolge ein privater Raum im Westflügel des Weißen Hauses, in dem sich Xi zwischen den Terminen ausruhen konnte. Zutritt zu diesem Raum durfte demnach nur seine Ehefrau Peng Liyuan erhalten. Darüber hinaus lehnten chinesische Beamte ein geplantes Arbeitslunch zwischen Xi und Trump am 24. September ab – dem einzigen vollständigen Tag des Gipfels –, weil sie zusätzliche Freizeit für Xi bevorzugten.

Die Änderungen im Zeitplan führten zu einer Lücke von rund fünf Stunden in der Agenda des Besuchs. Bereits am Abend seiner Ankunft nach einem etwa 14-stündigen Flug von Peking waren keine Aktivitäten für Xi vorgesehen. Sein Besuch im Nationalarchiv am 25. September dauerte nur etwa zehn Minuten und fiel damit kürzer aus als von US-Beamten geplant.

Ungewöhnliche Vorkehrungen und enger Zeitrahmen

Das „Journal" berichtete, Xis Team habe den Zeitplan auch danach strukturiert, wie lange er stehen und gehen konnte und wann er Pausen benötigte. Dennis Wilder, ehemaliger hochrangiger China-Direktor im Nationalen Sicherheitsrat, bezeichnete die Vereinbarung eines privaten Raums im Vergleich zu früheren Staatsbesuchen, an denen er mitgewirkt hatte, als ungewöhnlich.

Das bilaterale Treffen im Weißen Haus am 24. September begann gegen Mittag und endete bereits am frühen Nachmittag. Xi verließ das Weiße Haus anschließend und kehrte erst zum Staatsdinner am selben Abend zurück. Dadurch blieb für substanzielle Diskussionen nur ein begrenztes Zeitfenster.

Gesundheit, Jetlag und die Frage der Nachfolge

Der Bericht wies auf eine sichtbare Vorsicht in Xis Bewegungen während des Besuchs hin. Dazu zählten das Halten der Hand von Peng Liyuan beim Herabsteigen der Flugzeugtreppe sowie das Hochklettern von Stufen im Nationalarchiv. Das „Journal" führte aus, dass einige zeitplanbedingte Änderungen durch Jetlag erklärt werden könnten. Zugleich zitierte die Zeitung Analysten, die bei Xis öffentlichen Auftritten keine Anzeichen kognitiven Verfalls sahen.

Für deutsche Beobachter ist der Bericht vor allem deshalb relevant, weil er Einblicke in die Abläufe an der Spitze der chinesischen Führung gibt. Fragen zur Nachfolge in der chinesischen Führung haben Aufmerksamkeit erregt, da Xi bislang keinen Nachfolger benannt hat. Er bekleidet Chinas drei wichtigste Führungspositionen gleichzeitig: als Generalsekretär der Kommunistischen Partei, als Präsident und als Vorsitzender der Zentralen Militärkommission.

Die geschilderten Vorkehrungen verdeutlichen, wie eng der zeitliche Rahmen eines so kurzen Gipfels gesteckt war. Ein Arbeitslunch, der als Gelegenheit für vertiefte Gespräche gedacht war, fiel weg; das bilaterale Treffen endete bereits am frühen Nachmittag. Die rund fünfstündige Lücke im Programm und der auf zehn Minuten verkürzte Termin im Nationalarchiv zeigen, wie stark die chinesische Delegation den Ablauf nach den Bedürfnissen ihres Präsidenten ausrichtete.

Bemerkenswert ist dabei der Vergleich, den der frühere Sicherheitsrats-Beamte Wilder zieht: Ein privater Ruheraum, zu dem außer der Ehefrau niemand Zutritt hat, sei bei den Staatsbesuchen, an denen er beteiligt war, nicht üblich gewesen. Der Bericht ordnet die Beobachtungen zugleich ein: Ein Teil der Änderungen lässt sich demnach mit Jetlag erklären, und Analysten sahen in Xis öffentlichen Auftritten keine Hinweise auf einen kognitiven Verfall. Die Diskussion über die Nachfolge an der chinesischen Spitze bleibt dennoch ein Thema, das international aufmerksam verfolgt wird.

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