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Walmart startet gemeinsame Mitgliedschaft für Walmart+ und Sam's Club

Der Einzelhändler kombiniert Walmart+ und Sam's Club Plus für 120 Dollar im Jahr – fast 100 Dollar unter dem Einzelpreis.

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Walmart startet gemeinsame Mitgliedschaft für Walmart+ und Sam's Club

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat am Dienstag eine neue gemeinsame Mitgliedschaft vorgestellt, die seine namensgebende Filialkette mit der Tochtergesellschaft Sam's Club verbindet. Damit setzt der Konzern noch stärker auf Bequemlichkeit und Wertangebote, um Kunden zu gewinnen. Die Mitgliedschaft fasst Walmart+ und Sam's Club Plus zusammen und kostet laut Unternehmen 120 US-Dollar pro Jahr.

Der Preis liegt damit fast 100 Dollar unter dem Kauf einzelner Jahresmitgliedschaften bei jedem der beiden Händler. Für das neue Angebot gibt es allerdings keine monatliche Zahlungsoption. Beide Geschäfte werden weiterhin auch separate Mitgliedschaften anbieten, betonte das Unternehmen.

Inhaltlich erhalten Kunden mit der kombinierten Mitgliedschaft Zugang zu den Sam's-Club-Warenhäusern, kostenlose Lieferungen von beiden Ketten sowie ein Abonnement für die Streaming-Dienste Peacock oder Paramount+. Hinzu kommen Kraftstoffeinsparungen sowie 2 Prozent Sam's-Club-Bargeld bei berechtigten Einkäufen. Kunden, die bereits Konten in beiden Läden besitzen, können diese verknüpfen, um in den Genuss des Rabatts zu kommen.

Ergänzende Geschäftsmodelle und wachsende Mitgliederzahlen

Walmart-Kunden kaufen häufig Artikel des täglichen Bedarfs, während die Sam's-Club-Warenhäuser mehr Möglichkeiten bieten, Vorräte anzulegen und in Großmengen einzukaufen. Eine gemeinsame Mitgliedschaft könnte es den beiden Geschäftsmodellen ermöglichen, sich gegenseitig zu ergänzen, so das Unternehmen. Der Schritt passt zur Strategie von Walmart, die Umsätze mit höheren Gewinnmargen über das Mitgliedschaftsgeschäft auszuweiten.

Diese Sparte ist bereits stark: Walmart meldete für das zweite Finanzquartal einen globalen Anstieg der Einnahmen aus seinen Mitgliedschaften um 17 Prozent. Walmart+ gewann im zweiten Quartal neuen Mitglieder auf Rekordniveau hinzu. Bei Sam's Club stieg dieser Umsatzwert um 6 Prozent. Inzwischen verzeichnete Sam's Club im zweiten Finanzquartal einen Anstieg der E-Commerce-Umsätze um 26 Prozent, getrieben durch mehr Transaktionen und Wachstum bei den Mitgliedern. Der Einzelhändler, der auch eigene Tankstellen betreibt, meldete in diesem Zeitraum Nettoumsätze von 25,7 Milliarden US-Dollar, einschließlich Kraftstoff.

Hintergrund: Konsum trotz hoher Preise

Die Ankündigung fällt in ein Umfeld, in dem Walmart auf Bequemlichkeit als Treiber für Umsatzzuwächse setzt. Hintergrund sind hohe Benzin- und Lebensmittelpreise, die die Geldbeutel der Verbraucher belasten. Als Walmart im August die Ergebnisse des zweiten Finanzquartals vorlegte, hob das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr an. Chief Financial Officer John David Rainey sagte gegenüber CNBC, die Konsumausgaben seien trotz höherer Kraftstoffpreise stark geblieben.

Dennoch fiel die Aktie damals, da die Umsatzprognosen die Erwartungen der Wall Street enttäuschten. Rainey erklärte im August, das Unternehmen senke die Preise in verschiedenen Kategorien, darunter auch bei Rindfleisch. Er betonte, Walmart sei aufgrund seines Fokus auf Wertangebote und seiner Skaleneffekte gut aufgestellt, um wirtschaftliche Unsicherheiten zu bewältigen.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor allem mit Blick auf die Margenstrategie des Konzerns interessant: Das Mitgliedschaftsgeschäft gilt als margenstärker als der klassische Warenhandel. Walmart ergänzte am Dienstag, dass Mitarbeiter beider Filialketten die gemeinsame Mitgliedschaft ebenfalls als Teil ihrer Leistungen erhalten werden. Mögliche Kosten im Zusammenhang mit den Änderungen im Mitgliedschaftsprogramm dürften nach Angaben des Unternehmens keinen wesentlichen Einfluss auf die Guidance für das dritte Finanzquartal oder das gesamte Geschäftsjahr haben.

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