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VW-Ladetochter Elli stellt Geschäft neu auf und streicht Stellen

Die Volkswagen-Tochter zieht sich aus dem Geschäft mit Ladehardware zurück und verhandelt mit Arbeitnehmervertretern über den Abbau von Stellen.

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VW-Ladetochter Elli stellt Geschäft neu auf und streicht Stellen

Die VW-Ladetochter Elli richtet ihr Geschäft grundlegend neu aus. Wie das Unternehmen mitteilte, zieht sich Elli aus dem Geschäft mit Ladehardware zurück. Betroffen sind Wallboxen für das Laden zu Hause sowie Ladeinfrastruktur für Unternehmen. Die Pläne wurden den Beschäftigten am Dienstag präsentiert.

Für Kunden soll die Neuaufstellung nach Angaben von Elli-Chef Giovanni Palazzo keine Auswirkungen haben. Software-Updates, Service und Ersatzteile blieben gesichert, hieß es. Restbestände an Wandladestationen werden demnach noch verkauft. Auch von der Produktion spezieller Ladesäulen trennt sich das Unternehmen.

Elli gibt Verantwortung für VW-Batterie-Großspeicher ab

Ein weiterer Baustein der Neuaufstellung betrifft die Energiespeicherung. Elli gibt die Zuständigkeit für die VW-Batterie-Großspeicher ab. Diese Anlagen dienen als Puffer für Wind- und Solarenergie und gleichen Schwankungen im Stromnetz aus. Künftig soll ein anderes Konzernunternehmen den Betrieb übernehmen.

Fortgeführt werden dagegen andere Geschäftsfelder. Dazu zählen das Ladenetz, Flottenladelösungen und der Ökostromtarif Volkswagen Naturstrom. Das Ladenetz umfasst nach Unternehmensangaben mehr als eine Million Ladepunkte in Europa. Als neues Feld will Elli die intelligente Einbindung von E-Autos ins Stromnetz vorantreiben. Elektrofahrzeuge sollen dabei als Stromspeicher dienen.

Gespräche über Stellenabbau laufen

Die Neuausrichtung hat Folgen für die Belegschaft. Elli beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den Arbeitnehmervertretern laufen Gespräche über einen Stellenabbau. Die genaue Zahl der möglichen Stellenverluste ließ Palazzo offen. Er hofft auf eine Einigung in den kommenden Wochen.

Palazzo begründet den Kurswechsel mit dem Ziel, das Portfolio zu schärfen: "Wir richten unser Portfolio neu aus, und konzentrieren uns auf digitale und skalierbare Geschäftsmodelle, mit denen wir mehr Kunden in mehr Märkten erreichen und kontinuierliche Umsätze erzielen können."

Die Neuaufstellung verändert das Geschäftsmodell der Ladetochter

Für Privatanleger ist die Nachricht vor allem ein Signal zur Profitabilität im Ladegeschäft. Der Markt für Ladehardware gilt als hart umkämpft und margenschwach. Indem sich Elli auf digitale Dienste, das Ladenetz und wiederkehrende Umsätze konzentriert, folgt das Unternehmen einem breiteren Branchentrend. Statt teurer Hardware setzen Anbieter zunehmend auf Software, Abos und Dienstleistungen.

Interessant ist auch die Abgabe der Batterie-Großspeicher. Solche Speicher gewinnen an Bedeutung, weil sie Strom aus Wind- und Sonnenenergie zwischenspeichern und bei Bedarf abgeben. Dass Volkswagen diese Aufgabe künftig in einem anderen Konzernunternehmen bündelt, deutet auf eine stärkere Spezialisierung innerhalb des Konzerns hin.

Der geplante Stellenabbau zeigt zugleich, dass die Neuausrichtung mit Einschnitten verbunden ist. Wie stark die Belegschaft betroffen sein wird, bleibt offen, bis sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern einigt. Anleger sollten die weiteren Meldungen zu den Gesprächen und zur künftigen Aufstellung der Ladetochter aufmerksam verfolgen.

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