Vodafone und Nokia setzen auf Googles künstliche Intelligenz
Die Unternehmen wollen so Probleme in ihren Netzen automatisch erkennen.

Vodafone Group Plc (Nasdaq: VOD) und Nokia Oyj (NYSE: NOK) haben sich zusammengetan, um ein ML-Produkt (maschinelles Lernen) zu entwickeln, das im Google-Cloud-Netzwerk laufen wird. Dieses Produkt wurde entwickelt, um Netzwerkanomalien zu finden und zu beheben, bevor die Kunden von Vodafone davon betroffen sind. Dieses Produkt für maschinelles Lernen wurde nach der Vereinbarung zwischen Nokia und Vodafone aus dem Jahr 2020 und in Zusammenarbeit mit der Technologie von Nokia Bells Labs entwickelt und wird in den paneuropäischen Netzen von Vodafone eingeführt. Das Produkt soll Unregelmäßigkeiten und Anomalien wie Störungen an Mobilfunkstandorten und Überlastungen, die die Qualität des Kundenservices beeinträchtigen, schnell erkennen und beheben. Dieses Produkt wurde zunächst in Italien auf über 60.000 4G-Mobiltelefonen eingesetzt. Nach diesem ersten Einsatz will das Unternehmen den Dienst bis Anfang nächsten Jahres auf seine gesamteuropäischen Märkte ausweiten. Die Erkennung von Anomalien wird in der Regel "as-a-service" angeboten. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der von Nokia verfolgten Strategie für Cloud- und Netzwerkdienste. Das Unternehmen plant sogar, diesen speziellen Dienst auf die Kern- und 5G-Netze von Vodafone anzuwenden. Vodafone geht davon aus, dass etwa 80 % seiner anomalen Kapazitätsanforderungen und Probleme im Mobilfunknetz mithilfe dieses neuen Dienstes automatisch gefunden und behoben werden können. Der Einsatz des Cloud-Netzwerks von Google wird es den Technikern und Ingenieuren von Vodafone ermöglichen, fundiertere und schnellere Entscheidungen zu treffen, z. B. die mobile Kapazität dort zu erhöhen, wo der Kunde sie am meisten benötigt. Grundlage dafür sind die Informationen, die über die zuverlässigen und sicheren Analyse- und Datendienste von Google Cloud verwaltet werden. Darüber hinaus ermöglicht dieser Erkennungsdienst das Streaming von Netzwerkdaten an die Datenanalyseplattform des Unternehmens. Dies ermöglicht die gleichzeitige Analyse von Daten in allen Multivendor-Umgebungen. Diese Vodafone-Nokia-Vereinbarung ergänzt Vodafones 6-Jahres-Vereinbarung mit Google Cloud, das ebenfalls eine Partnerschaft mit Nokia eingegangen ist. Dadurch können die Unternehmen nun gemeinsam integrierte Cloud-basierte Funktionalitäten entwickeln und erstellen, die von mehreren Software- und Netzwerk-Engineering-Hubs unterstützt werden. Johan Wibergh, Chief Technology Officer von Vodafone, sagte, dass das Unternehmen ein programmierbares und automatisiertes Netzwerk aufbaut, um schneller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren zu können. Da das Unternehmen die 5G-Fähigkeit auf ganz Europa ausdehnt, ist es wichtig, sowohl die Reaktionsfähigkeit als auch die Geschwindigkeit dieser neuen, innovativen Technologie zu erreichen.
