VivoPower-Aktie bricht ein: KI-Rechenzentrum-Deal sorgt für Kursrutsch
Die Aktie von VivoPower International (NASDAQ:VVPR) verliert im vorbörslichen Handel deutlich an Wert. Auslöser ist die Ankündigung einer Übernahme im KI-Rechenzentrumssektor, die erst 2026 abgeschlossen werden soll.

Die Aktie von VivoPower International PLC (Nasdaq:VVPR) ist am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 9,8 Prozent eingebrochen. Der Kursrutsch folgt auf die Bekanntgabe einer Übernahmevereinbarung mit OGDC Pte Ltd, einem Entwickler von KI-Rechenzentrumsinfrastruktur.
Übernahmedetails und Finanzierung
Das in London ansässige Unternehmen plant, im Februar 2026 rund 13 Millionen US-Dollar in bar für OGDC zu zahlen. Zusätzlich sind bedingte Wertrechte (Contingent Value Rights) Teil des Deals, die bei erfolgreichem Netzanschluss zu 15 US-Dollar je Aktie in Anteile umgewandelt werden können. Durch die Transaktion erhält VivoPower ein wirtschaftliches Interesse an 291 Megawatt strategischer Landfläche in Finnland.
Standortvorteil Finnland
Der finnische Standort bietet attraktive Rahmenbedingungen für KI-Rechenzentren. VivoPower erhält Zugang zu erneuerbarer Wasserkraft zu Tarifen unter 4 Cent pro Kilowattstunde. Diese niedrigen Energiekosten sollen die Wirtschaftlichkeit von hochdichtem KI-Training und Inferenz-Berechnungen unterstützen. Der Netzanschluss wird innerhalb von 12 Monaten erwartet.
Erfahrenes Führungsteam
Die drei Mitbegründer von OGDC bringen zusammen über 75 Jahre Erfahrung im institutionellen Immobilien- und Infrastrukturbereich mit. Sie werden dem Führungsteam von VivoPower beitreten und ihre Expertise einbringen. Kevin Chin, CEO von VivoPower, betonte, dass die Transaktionsstruktur Anreize angleiche und eine Verwässerung der Aktionäre vermeide.
Finanzierungsstrategie
VivoPower hat eine detaillierte Finanzierungsstrategie vorgelegt, die die Aufnahme von Eigenkapital minimieren soll. Die Projektfinanzierung sieht eine Aufteilung von 65 Prozent Senior Debt, 15 Prozent Mezzanine-Finanzierung und 20 Prozent Eigenkapital vor. Das Unternehmen plant zudem die Refinanzierung stabilisierter Vermögenswerte.
Investoren zeigen sich skeptisch
Trotz des optimistischen Ausblicks des Managements reagieren Investoren zurückhaltend. Der lange Zeitrahmen bis zum Netzanschluss und der verzögerte Abschlusstermin im Februar 2026 scheinen Bedenken auszulösen. Die Unsicherheit über die Umsetzung in den kommenden zwei Jahren dürfte zum heutigen Kursrückgang beigetragen haben.
