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Viva Energy: Raffineriebrand in Geelong lässt Aktie abstürzen

Ein Großbrand in der Geelong-Raffinerie trifft Australiens Kraftstoffversorgung und schickt die Viva-Energy-Aktie auf Talfahrt.

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Viva Energy: Raffineriebrand in Geelong lässt Aktie abstürzen

Die Aktien der australischen Viva Energy Group Ltd (ASX: VEA) sind am Montag um mehr als 6 Prozent auf ein Einmonatstief von 2,290 australischen Dollar gefallen. Auslöser war ein Brand in der vergangenen Woche in der Geelong-Raffinerie des Unternehmens im victorianischen Corio. Der Handel mit den Papieren war nach dem Vorfall für zwei Tage vollständig ausgesetzt worden.

Laut einer offiziellen Mitteilung von Viva Energy brach das Feuer im Benzinkomplex der Raffinerie aus. Andere Verarbeitungseinheiten, darunter die Rohöldestillation, blieben von dem Brand unberührt. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht und bis Donnerstagmorgen vollständig gelöscht werden.

Reduzierte Kapazitäten, aber Versorgung gesichert

Infolge des Brandes produziert die Geelong-Raffinerie kurzfristig Diesel und Kerosin mit rund 80 Prozent der normalen Kapazität, während die Benzinproduktion auf etwa 60 Prozent zurückgegangen ist. Viva Energy betonte jedoch, dass ausreichende Kraftstoffvorräte vorhanden seien, um die reduzierte Produktion auszugleichen und die normale Versorgung der Kunden aufrechtzuerhalten.

Das Unternehmen geht davon aus, die Produktion von Diesel, Kerosin und Benzin in den nächsten Wochen auf über 90 Prozent der Kapazität steigern zu können. Noch in dieser Woche soll eine umfassende Prüfung der Schäden, der notwendigen Reparaturen sowie der finanziellen Auswirkungen des Brandes eingeleitet werden.

Die strategische Bedeutung der Geelong-Raffinerie für Australien ist erheblich: Die Anlage ist eine der lediglich zwei verbliebenen Ölraffinerien des Landes und verfügt über eine Verarbeitungskapazität von bis zu 120.000 Barrel Rohöl pro Tag. Sie deckt rund 50 Prozent des Kraftstoffbedarfs des Bundesstaates Victoria und trägt etwa 10 Prozent zum gesamten australischen Kraftstoffverbrauch bei.

Nahost-Krieg verschärft die Lage

Der Zeitpunkt des Brandes ist besonders ungünstig: Er fällt in eine Phase, in der die Sorge vor Kraftstoffengpässen durch den Krieg im Nahen Osten ohnehin bereits zugenommen hatte. Gleichzeitig profitierte Viva Energy zuletzt von diesem Umfeld – die Raffineriemargen in Geelong legten deutlich zu, da verstärkte Unterbrechungen der Kraftstoffversorgung infolge des Nahost-Konflikts die Öl- und Kraftstoffpreise in die Höhe trieben.

Viva Energy stellte klar, dass die Geelong-Raffinerie in der Regel kein Rohöl aus dem Nahen Osten bezieht. Der Großteil der Lieferungen stammt aus Nord- und Südamerika, Südostasien sowie Australien selbst. Die Rohölversorgung für Geelong sei bis Juli gesichert, und das Unternehmen zeigte sich „sehr zuversichtlich" hinsichtlich der weiteren Belieferung.

Trotz der Produktionsunterbrechung meldete Viva Energy in einer separaten Mitteilung positive Absatzzahlen: Das Gesamtabsatzvolumen der Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 4.302 Megaliter Kraftstoff. Dies unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage, mit der das Unternehmen trotz der aktuellen Herausforderungen konfrontiert ist.

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