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Vitol und Trafigura verhandeln mit USA über venezolanisches Öl

Die europäischen Handelsgiganten Vitol und Trafigura führen Gespräche mit Washington über den Verkauf venezolanischen Öls. Am Freitag treffen sich US-Regierungsvertreter mit den Handelskonzernen im Weißen Haus.

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Vitol und Trafigura verhandeln mit USA über venezolanisches Öl

Die europäischen Ölhandelshäuser Vitol und Trafigura stehen in Verhandlungen mit der US-Regierung über die Abwicklung venezolanischer Ölverkäufe. Am Freitag sind Treffen im Weißen Haus geplant, bei denen sowohl Vertreter der Handelshäuser als auch großer US-Ölkonzerne empfangen werden. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Kontrolle über venezolanische Öleinnahmen

Die Trump-Administration hat die venezolanische Ölindustrie nach der Festnahme von Präsident Nicolas Maduro am 3. Januar rasch ins Visier genommen. Washington erklärte, die Ölverkäufe und Einnahmen Venezuelas auf unbestimmte Zeit kontrollieren zu wollen. Diese Woche einigten sich beide Länder auf ein Abkommen über Ölexporte im Wert von 2 Milliarden US-Dollar – das entspricht etwa 30 bis 50 Millionen Barrel.

Präsident Trump hatte bereits angekündigt, dass US-Unternehmen in Venezuela investieren und die dortige Ölindustrie wieder aufbauen sollen. Ziel ist es, die Förderung zu steigern und die globalen Energiekosten zu senken. Die Financial Times berichtete jedoch, dass US-Ölkonzerne vor größeren Investitionen "ernsthafte Garantien" von Washington fordern.

Produktionseinbruch durch Sanktionen

Jahrelange Unterinvestitionen und internationale Sanktionen haben Venezuela schwer getroffen. Die Ölproduktion ist auf rund 1 Million Barrel pro Tag eingebrochen – das entspricht nur noch 1 Prozent des weltweiten Angebots. In den 1970er Jahren lag die Förderung noch bei 3,5 Millionen Barrel täglich, als Venezuela 7 Prozent des globalen Öls lieferte.

Erfahrene Händler mit venezolanischer Expertise

Vitol und Trafigura gehörten in der Vergangenheit zu den aktivsten Händlern venezolanischen Öls und dominieren traditionell den globalen Ölhandel. Die Wiedereinführung von US-Sanktionen im Jahr 2019 zwang sie jedoch zur weitgehenden Einstellung der Geschäfte. Nur bei temporären US-Lizenzen waren gelegentliche Lieferungen möglich.

Obwohl Washington bevorzugt, dass US-Großkonzerne die Schlüsselrolle übernehmen, könnten die europäischen Handelshäuser aufgrund ihrer Erfahrung und globalen Reichweite bei der Abwicklung der Ölverkäufe eine wichtige Rolle spielen.

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