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Vail Resorts: Ski-Pass-Verkäufe brechen ein – schwieriger Winter droht

Der US-Skikonzern Vail Resorts meldet einen Rückgang der Passverkäufe um 12 Prozent – die Aktie reagiert im After-Hours-Handel.

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Vail Resorts: Ski-Pass-Verkäufe brechen ein – schwieriger Winter droht

Die Zeichen deuten auf einen weiteren schwierigen Winter für Vail Resorts (MTN) hin. Der US-amerikanische Skikonzern verkaufte bis zum 18. September für die kommende nordamerikanische Skisaison 12 Prozent weniger Pässe als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch die verkauften Tage und die Pass-Einnahmen, die Verkaufs- und Umsatzsteuern umfassen, gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Für Anleger ist das ein deutliches Warnsignal, denn die Saisonpass-Verkäufe gelten als wichtiger Frühindikator für die Umsatzentwicklung des Unternehmens.

Die Aktie reagierte zunächst positiv: Sie notierte mit einem Anstieg von 2,32 Prozent und bildete in der Charttechnik ein aufwärts gerichtetes Dreiecksmuster aus. Zum Handelsschluss legte das Papier um 1,5 Prozent auf 138,09 US-Dollar zu. Nachbörslich drehte die Stimmung jedoch und die Vail-Aktien verloren 2 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr vorgelegt hatte.

Umsatz und Gewinn unter Druck

Für das Gesamtjahr sank der von den Resorts ausgewiesene Umsatz bei Vail um 131,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise 4,5 Prozent. Das Unternehmen führt diese Entwicklung primär auf den schneearmen Westen zurück. Der Gewinn des gesamten Geschäftsjahres, der nach Börsenschluss am Montag bekannt gegeben wurde, lag nahezu um die Hälfte unter dem Vorjahreswert. Damit fällt das Ergebnis deutlich schwächer aus als im Vorjahr – ein Beleg dafür, wie stark die Geschäfte des Konzerns von den Wetterbedingungen in den nordamerikanischen Skigebieten abhängen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung insofern relevant, als Vail Resorts zu den größten börsennotierten Skigebietsbetreibern der Welt zählt und damit als Stimmungsbarometer für die gesamte Branche gilt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert stark auf dem Verkauf von Saisonpässen, die Kunden frühzeitig binden und planbare Einnahmen sichern. Sinkende Passverkäufe deuten darauf hin, dass Skifahrer angesichts der Erfahrungen aus dem vergangenen Winter zögern, sich frühzeitig zu binden.

Ein Muster wiederholt sich

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der schneearme Westen dem Konzern zugesetzt. Die nun gemeldeten Zahlen zeigen, dass sich diese Belastung fortsetzt und offenbar auch das Vertrauen der Kunden in die kommende Saison belastet. Der Rückgang bei verkauften Tagen und Pass-Einnahmen verstärkt den Druck auf die künftige Umsatzentwicklung.

Die Kombination aus schwachen Vorverkaufszahlen und einem nahezu halbierten Jahresgewinn dürfte die Diskussion über die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells neu entfachen. Ob sich die Erwartungen für den Winter bestätigen, hängt maßgeblich von den Schneeverhältnissen in den kommenden Monaten ab. Klar ist: Der Konzern startet mit Gegenwind in die neue Saison.

Für Investoren bleibt die Aktie damit ein zyklisches Investment mit hoher Wetterabhängigkeit. Die nachbörsliche Reaktion von minus 2 Prozent zeigt, dass der Markt die vorgelegten Zahlen skeptisch aufnimmt – trotz der zuvor positiven Tagesperformance und des charttechnischen Musters.

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