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USA verbieten Importe von drei chinesischen Genomikunternehmen

Die Vereinigten Staaten setzen BGI Genomics, MGI Tech und die BGI Group auf die Zwangsarbeits-Liste und blockieren damit Importe.

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USA verbieten Importe von drei chinesischen Genomikunternehmen

Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch drei chinesische Genomik-Unternehmen auf die Liste der Entitäten des Uyghur Forced Labor Prevention Act (Uyghur-Zwangsarbeitsverhinderungsgesetz) gesetzt und damit Importe aus diesen Firmen blockiert. Das geht aus einer Bekanntmachung hervor, die auf Investing.com veröffentlicht wurde. Betroffen sind BGI Genomics Co. Ltd. (SZSE: 300676), MGI Tech Co. Ltd. (SSE: 688114) sowie Shenzhen BGI Technology Co. Ltd., auch bekannt als die BGI Group.

Das zuständige US-Ministerium erklärte in der Bekanntmachung, die Unternehmen hätten mit der Regierung von Xinjiang zusammengearbeitet, um Zwangsarbeit von Uiguren und anderen ethnischen Minderheiten zu ermöglichen. Die Aufnahme in die Liste hat unmittelbare Folgen für den Handel: Importe aus diesen Firmen in die USA sind damit blockiert.

Was die Liste bedeutet

Die Liste der Entitäten im Rahmen des Uyghur Forced Labor Prevention Act identifiziert Unternehmen, die nach Einschätzung der US-Behörden Zwangsarbeit von Uiguren und anderen Minderheiten nutzen oder erleichtern. Erfasst werden auch Firmen, die Rohstoffe aus der Region Xinjiang beziehen. Die Aufnahme in diese Liste ist ein zentrales Instrument der US-Handelspolitik gegenüber China und zielt darauf ab, Waren aus der umstrittenen Region vom amerikanischen Markt fernzuhalten.

Für die betroffenen Unternehmen bedeutet der Schritt weitreichende Konsequenzen. BGI Genomics und MGI Tech sind an der Börse in Shenzhen beziehungsweise Shanghai notiert und gehören zu den größten Anbietern von Genomik-Technologie und Sequenzierungsdienstleistungen in China. Eine Blockade des US-Marktes trifft sie an einem sensiblen Punkt, da die Vereinigten Staaten ein wichtiger Absatzmarkt für Hochtechnologieprodukte sind.

Peking weist Vorwürfe zurück

Peking hat die Anschuldigungen wegen Zwangsarbeit und anderer Menschenrechtsverletzungen gegenüber der uigurischen Bevölkerung wiederholt zurückgewiesen. Die chinesische Regierung bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet entsprechende Darstellungen als unbegründet. Die USA halten dagegen an ihrer Linie fest und weiten die Liste der betroffenen Firmen kontinuierlich aus.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang vor allem aus zwei Gründen relevant. Zum einen zeigt er, wie stark geopolitische Spannungen zwischen Washington und Peking inzwischen auf konkrete Unternehmen und Lieferketten durchschlagen. Zum anderen verdeutlicht er das wachsende Risiko für Firmen, die in sensiblen Technologiebereichen tätig sind und gleichzeitig in beiden Märkten aktiv sein wollen.

Der Uyghur Forced Labor Prevention Act ist Teil einer breiteren US-Strategie, mit der die Regierung den Import von Waren unterbindet, die mutmaßlich unter Zwangsarbeit hergestellt wurden. Die Aufnahme von BGI Genomics, MGI Tech und der BGI Group reiht sich damit in eine Serie von Maßnahmen ein, die chinesische Technologiekonzerne ins Visier nehmen. Ob und wie die betroffenen Unternehmen reagieren, ist bislang nicht bekannt. Klar ist: Der Schritt verschärft den handelspolitischen Druck zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter.

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