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USA und Japan planen synthetische Diamanten-Produktion

Die USA und Japan arbeiten an einem gemeinsamen Projekt zur Produktion synthetischer Diamanten. Dies ist Teil eines umfassenden Investitionsplans über 550 Milliarden US-Dollar, der die Abhängigkeit von China reduzieren soll.

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USA und Japan planen synthetische Diamanten-Produktion

Die USA und Japan bereiten ein strategisches Projekt zur heimischen Produktion synthetischer Diamanten vor. Wie Reuters aus Regierungskreisen erfuhr, soll das Vorhaben bereits im März während des Besuchs der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi in den USA vorgestellt werden. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Investitionspakets im Volumen von 550 Milliarden US-Dollar.

Unabhängigkeit von China als Hauptziel

Das Hauptziel der Initiative ist der Aufbau einer US-japanischen Lieferkette, die unabhängig von China funktioniert. "Die Vereinigten Staaten wollen die heimische Produktion synthetischer Diamanten beschleunigen", erklärte eine der Quellen gegenüber Reuters. Durch die Einbindung japanischer Unternehmen hofft Washington, diese strategische Unabhängigkeit zu erreichen.

Die Bedeutung des Projekts wird durch Chinas jüngste Exportkontrollen für künstliche Diamanten unterstrichen. Der Großteil der weltweiten Produktion findet derzeit in China statt, was die strategische Verwundbarkeit westlicher Industrienationen verdeutlicht.

De Beers und Hitachi als Schlüsselakteure

An dem Projekt soll Element Six beteiligt sein, eine Tochtergesellschaft der De Beers Group, dem weltgrößten Diamantenunternehmen. Zusätzlich wird ein groß angelegtes Stromerzeugungsprojekt unter Beteiligung des japanischen Industriekonzerns Hitachi erwartet. Hitachi bestätigte Gespräche mit beiden Regierungen, lehnte jedoch weitere Kommentare ab.

Das Investitionspaket würde Eigenkapital, Kredite und Kreditgarantien der staatlichen japanischen Agenturen JBIC (Japan Bank for International Cooperation) und NEXI (Nippon Export and Investment Insurance) umfassen.

Strategische Bedeutung synthetischer Diamanten

Synthetische Diamanten sind als eines der härtesten bekannten Materialien für die Hochpräzisionsfertigung unverzichtbar. Sie werden zur ultrafeinen Politur von Halbleitern, zur Bearbeitung harter Metalle und Keramiken in Quantengeräten sowie zur Wärmeableitung in fortschrittlichen elektronischen Systemen eingesetzt.

Darüber hinaus verfügen künstliche Diamanten über militärische Dual-Use-Anwendungen, etwa bei der Herstellung von Munition und Radarkomponenten. Dies unterstreicht die sicherheitspolitische Dimension des Projekts.

Teil der Handelsvereinbarung

Die Initiative erfolgt im Rahmen der Vereinbarung Tokios mit Washington zur Senkung der Zölle auf japanische Exporte. Japan beschleunigt derzeit seine Bemühungen, konkrete Projekte im Rahmen dieser Initiative abzuschließen.

Zum Vergleich: Präsident Donald Trump erhöht gleichzeitig die Zölle auf Südkorea, dem er vorwirft, bei der Umsetzung eines ähnlichen, im vergangenen Jahr erzielten Abkommens zu zögern. Als weiterer Finalist für das Investitionspaket gilt ein großes Infrastrukturprojekt zum Bau eines Rechenzentrums im Zusammenhang mit der SoftBank Group.

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