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USA und EU unterzeichnen Abkommen über kritische Mineralien

Rubio und Šefčovič besiegeln Partnerschaft zur Diversifizierung von Lieferketten und Seltenen Erden weg von chinesischer Dominanz.

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USA und EU unterzeichnen Abkommen über kritische Mineralien

US-Außenminister Marco Rubio und EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) über eine Partnerschaft zur Produktion und Sicherung kritischer Mineralien unterzeichnet. Das Abkommen schafft einen formellen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union in einem strategisch immer wichtiger werdenden Bereich.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Diversifizierung von Lieferketten für kritische Mineralien und Seltene Erden. Diese Rohstoffe sind unverzichtbar für moderne Technologien – von Elektrofahrzeugen über Windkraftanlagen bis hin zu Halbleitern. Derzeit werden diese Lieferketten maßgeblich von chinesischen Akteuren dominiert, was westliche Volkswirtschaften in eine strategische Abhängigkeit bringt.

Rubio warnt vor Überkonzentration in Lieferketten

Rubio sprach sich vor der Unterzeichnung deutlich gegen die bestehende Abhängigkeit aus, ohne China dabei namentlich zu nennen. „Die Überkonzentration dieser Ressourcen und die Tatsache, dass sie von ein oder zwei Orten dominiert werden, stellt ein unannehmbares Risiko dar. Wir benötigen Diversität in unseren Lieferketten", erklärte er.

Der US-Außenminister betonte zudem, dass die vorläufige Vereinbarung mit Brüssel das wachsende Bewusstsein der westlichen Verbündeten für die Bedeutung von Lieferketten und kritischen Mineralien für ihren wirtschaftlichen Erfolg widerspiegele. Die Unterzeichnung sendet damit auch ein politisches Signal: Die transatlantischen Partner rücken in Fragen der Rohstoffsicherheit enger zusammen.

Strategische Bedeutung für Europa und Deutschland

Für Deutschland und die EU ist das Abkommen von besonderer Relevanz. Die europäische Industrie – allen voran die Automobil- und Technologiebranche – ist auf eine stabile Versorgung mit kritischen Mineralien angewiesen. Eine engere Zusammenarbeit mit den USA könnte helfen, Versorgungsrisiken zu reduzieren und alternative Bezugsquellen zu erschließen.

Die USA bemühen sich seit geraumer Zeit verstärkt um den Zugang zu Reserven kritischer Mineralien weltweit. Das nun unterzeichnete Memorandum of Understanding mit der EU ist Teil dieser breiteren Strategie zur Absicherung strategisch wichtiger Rohstoffe. Eine Absichtserklärung dieser Art legt zwar einen Kooperationsrahmen fest, ist jedoch noch kein verbindlicher Vertrag – konkrete Maßnahmen und Projekte müssen in weiteren Schritten vereinbart werden.

Die Partnerschaft zwischen Washington und Brüssel in diesem Bereich könnte langfristig dazu beitragen, globale Lieferketten für kritische Rohstoffe neu zu gestalten und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern spürbar zu verringern.

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