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USA Rare Earth startet Bau der 1,2-Milliarden-Dollar-Anlage in South Carolina

USA Rare Earth baut eine 1,2-Milliarden-Dollar-Anlage in South Carolina und will damit seine langfristigen Produktionsziele erreichen.

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USA Rare Earth startet Bau der 1,2-Milliarden-Dollar-Anlage in South Carolina

Chinas Dominanz auf dem Markt für Seltene Erden hat eine kritische Schwäche in den westlichen Lieferketten offengelegt. USA Rare Earth (USAR) will diese Verwundbarkeit in eine Chance umwandeln. Das Unternehmen baut ein vollständig integriertes „Mine-to-Magnet"-Geschäft für Seltene-Erde-Elemente und Permanentmagneten außerhalb Chinas auf. Durch die Vernetzung von Bergbau, Aufbereitung, Legierungsherstellung und Magnetfertigung könnte USA Rare Earth zu einem wichtigen Anbieter dieser Materialien werden, die für Verteidigungs- und andere Schlüsseltechnologien entscheidend sind.

Am 9. September gab das Unternehmen bekannt, dass mit dem Bau seiner 1,2 Milliarden Dollar teuren Anlage in South Carolina begonnen wurde. Die Fabrik soll USA Rare Earth dabei unterstützen, sein langfristiges Ziel zu erreichen: die Produktion von 10.000 metrischen Tonnen Magneten und 10.000 metrischen Tonnen Bandgussmetall. Angesichts des neuen, im Bau befindlichen Standorts stellt sich für Anleger die Frage, ob es nun Zeit ist, die Aktien von USA Rare Earth zu kaufen.

Die neue Anlage soll helfen, langfristige Produktionsziele zu erreichen

USA Rare Earth positioniert sich als wichtige inländische Quelle für kritische Mineralien und Neodym-Eisen-Bor-(NdFeB)-Permanentmagnete. Diese sind für moderne Elektronik, Motoren, Generatoren sowie medizinische und industrielle Technologien unverzichtbar. Seine neue Anlage in Blacksburg, South Carolina, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Die 800.000 Quadratfuß große Fabrik, die 1,2 Milliarden Dollar kostet, wird die Produktionskapazität erhöhen. Jährlich soll sie 6.400 metrische Tonnen (MTPA) an Magnetkapazität sowie 5.000 MTPA an Bandgusskapazität hinzufügen. In Kombination mit der Erweiterung seiner Stillwater-Anlage in Oklahoma strebt USA Rare Earth bis 2029 eine Produktion von jeweils 10.000 MTPA dieser beiden kritischen Materialien an.

Das Unternehmen gibt viel Geld aus, um hochzufahren

Die Chancen von USA Rare Earth sind enorm, doch der Weg dorthin ist nicht billig. Mit seiner South-Carolina-Anlage und der expandierenden Oklahoma-Anlage investiert das Unternehmen stark, um schnell Zugang zu den benötigten kritischen Materialien zu erhalten.

Am 3. September schloss USA Rare Earth die Übernahme der Serra Verde Group für rund 2,8 Milliarden Dollar ab. Dadurch besitzt das Unternehmen nun die einzige skalierte Produktion aller vier magnetischen und weiteren kritischen schweren Seltenen-Erde-Elemente außerhalb Chinas. Zudem hat USA Rare Earth Texas Mineral Resources übernommen und erlangt damit 100 Prozent Kontrolle über das seltene-Erden-reiche Round-Top-Projekt in Texas. Dort plant das Unternehmen, um 2028 mit der kommerziellen Produktion zu beginnen.

USA Rare Earth hat 1,6 Milliarden Dollar im Rahmen des CHIPS Act in Form von Zuschüssen und Darlehen erhalten. Dies hat dem Unternehmen geholfen, dringend benötigte Mittel zur Expansion aufzubringen. Es führt jedoch auch zu einer Verwässerung für Eigenkapitalinvestoren – sowohl durch vorab ausgegebene Aktien als auch durch verpflichtende zukünftige Kapitalbeschaffungsvereinbarungen.

Sind USA Rare Earth-Aktien das Richtige für Sie?

USA Rare Earth unternimmt Schritte, um die Produktion kritischer Mineralien und Permanentmagnete hochzufahren. Ziel ist es, die Abhängigkeit der USA von China bei diesen Schlüsselmaterialien zu durchbrechen. Das Unternehmen macht Fortschritte darin, zum inländischen Anbieter dieser wichtigen Materialien zu werden.

Für Anleger bleibt die Aktie jedoch hochriskant, da USA Rare Earth seine Bergbau- und Fertigungskapazitäten in den kommenden Jahren ausbaut. Die Kombination aus milliardenschweren Investitionen, laufenden Übernahmen und der Aussicht auf Verwässerung macht die Aktie zu einer Wette auf die langfristige Umsetzung der „Mine-to-Magnet"-Strategie.

Für deutsche Anleger ist der Fall ein anschauliches Beispiel für den geopolitischen Wettlauf um kritische Rohstoffe. Seltene Erden und Permanentmagnete gelten als Schlüsselressourcen für die Energiewende, die Elektromobilität und die Verteidigungsindustrie. Wer in diesen Sektor investiert, sollte die erheblichen Risiken eines noch jungen, kapitalintensiven Wachstumsunternehmens genau abwägen.

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