USA planen Preisuntergrenzen für kritische Rohstoffe mit Mexiko und EU
Trump-Administration will Abhängigkeit von China reduzieren und neue Handelsstandards setzen

Die Vereinigten Staaten schmieden eine internationale Allianz zur Sicherung kritischer Rohstoffe. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer kündigte am Mittwoch Pläne für Mindestpreise bei Importen an, die gemeinsam mit Mexiko, der Europäischen Union und Japan entwickelt werden sollen. Die Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit von China zu verringern und Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.
Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung des Handelsabkommens USMCA bis zum 1. Juli arbeiten die USA und Mexiko an einem "Aktionsplan", der innerhalb von 60 Tagen umgesetzt werden soll. Greer betonte, dieser werde "globale Marktverzerrungen beheben, die die nordamerikanischen Lieferketten für kritische Mineralien anfällig für Störungen gemacht haben." Die Partner wollen koordinierte Bevorratungsstrategien entwickeln und gemeinsame Standards für Bergbau, Verarbeitung und Handel festlegen.
Strategische Partnerschaft mit EU und Japan
Parallel zu den Verhandlungen mit Mexiko intensivieren die USA ihre Zusammenarbeit mit der EU und Japan. Innerhalb der nächsten 30 Tage planen Washington und Brüssel die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Sicherheit der Lieferketten. Die Kooperation umfasst den Informationsaustausch über Rohstoffvorräte sowie gemeinsame Projekte in den Bereichen Bergbau, Raffination und Verarbeitung.
Greer bezeichnete die Zusammenarbeit als Signal, "dass die weltweit größten marktwirtschaftlich orientierten Volkswirtschaften entschlossen sind, ein neues Paradigma für den präferenziellen Handel mit kritischen Rohstoffen zu entwickeln." Die 27 EU-Staaten repräsentieren zusammen mit den USA und Japan einen bedeutenden Teil der globalen Wirtschaftsleistung.
Fokus auf ausgewählte Mineralien
Zunächst konzentrieren sich die USA und Mexiko auf eine ausgewählte Gruppe kritischer Mineralien, deren genaue Zusammensetzung später festgelegt wird. Der Aktionsplan sieht auch eine Koordinierung bei Investitionen, geologischer Kartierung und schnellen Reaktionsmechanismen bei Lieferkettenunterbrechungen vor. Besonders Seltene Erden stehen im Fokus – diese werden in Produkten von Munition bis Unterhaltungselektronik eingesetzt.
Die Trump-Administration hat kritische Mineralien zu einer Priorität ihrer Handels- und Industriepolitik erklärt. Die geplanten Preisuntergrenzen sollen verhindern, dass Dumpingpreise aus China die heimische Produktion gefährden. Zudem prüfen die Verhandlungspartner, wie sich die Mindestpreisregelungen auf weitere Nationen ausweiten lassen, um einen breiteren internationalen Standard zu etablieren.
