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USA erheben hohe Zölle auf chinesische Produkte

Strafmaßnahmen betreffen vor allem Elektroautos, auch EU plant ähnliche Schritte

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USA erheben hohe Zölle auf chinesische Produkte

Die USA planen ab dem 27. September drastische Zollerhöhungen auf Importe aus China. Insbesondere Elektroautos aus China sollen mit einem 100-prozentigen Zoll belegt werden. Auch andere Produkte, wie Solarzellen, Stahl, Aluminium und Batterien für Elektrofahrzeuge, sind betroffen. Die Zölle, die bereits im Mai angekündigt wurden, sollen dazu dienen, die heimische Industrie vor der Konkurrenz aus China zu schützen. Die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai erklärte, dass die Zollerhöhungen eine Reaktion auf die schädlichen Handelspraktiken Chinas seien, die amerikanischen Unternehmen und Arbeitnehmern schaden würden.

Die Maßnahmen zielen darauf ab, die US-Elektroauto-Industrie unabhängiger von den dominierenden chinesischen Lieferketten zu machen. Nach Angaben der Wirtschaftsberaterin des Weißen Hauses, Lael Brainard, sollen die Zölle Chinas staatlich geförderten Subventions- und Technologietransfer-Politiken entgegenwirken. Diese hätten zu Überkapazitäten in der Produktion geführt und den chinesischen Herstellern einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die USA selbst unterstützen ihre Elektroauto-, Solar- und Halbleiterindustrien ebenfalls mit umfangreichen Subventionen, um ihre Marktposition zu stärken.

Die chinesische Regierung hat die Zollerhöhungen scharf kritisiert und angekündigt, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Peking betont, dass der Erfolg der chinesischen Elektroautoindustrie auf Innovation und nicht auf staatliche Unterstützung zurückzuführen sei. Die Zölle kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl die amtierende Vizepräsidentin Kamala Harris als auch der ehemalige Präsident Donald Trump vor den kommenden Präsidentschaftswahlen um Wähler in industriellen Schlüsselstaaten werben. Trump hat bereits versprochen, die Zölle auf alle chinesischen Importe auf 60 Prozent zu erhöhen.

Auch die Europäische Union plant ähnliche Maßnahmen gegen chinesische Elektroautos. Im Juli kündigte die EU-Kommission vorläufige Strafzölle von bis zu 36,3 Prozent an, die offiziell Ende Oktober in Kraft treten sollen. Die EU wirft China vor, durch unzulässige Subventionen die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Autohersteller zu gefährden, was zu Betriebsschließungen und Arbeitsplatzverlusten führen könnte. Firmen wie Tesla haben in diesem Zusammenhang bereits Preiserhöhungen für ihre in China produzierten Modelle vorgenommen, wobei das Unternehmen in der Kritik steht, diese Erhöhungen stärker als notwendig durchgeführt zu haben.

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