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USA bauen Mineralien-Allianz gegen China aus: 30 Länder zeigen Interesse

Washington plant Erweiterung der Rohstoff-Koalition um elf weitere Staaten – Japan, Australien und Südkorea bereits dabei

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USA bauen Mineralien-Allianz gegen China aus: 30 Länder zeigen Interesse

Die Vereinigten Staaten treiben den Aufbau einer internationalen Allianz gegen Chinas Dominanz bei kritischen Mineralien voran. Rund 30 Länder haben Interesse an einem Beitritt zu dem Verbund bekundet, der den Handel mit strategisch wichtigen Rohstoffen neu ordnen soll. Das gab US-Innenminister Doug Burgum am Dienstag auf einer Konferenz des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington bekannt.

Japan, Australien und Südkorea sind der Initiative bereits beigetreten. "Wir planen, diese Woche bis zu elf weitere dieser Abkommen bekannt zu geben", erklärte Burgum, der auch dem U.S. National Energy Dominance Council vorsteht. Weitere 20 Länder hätten "starkes Interesse" signalisiert, Teil des Bündnisses zu werden.

Das Kernstück der Allianz bildet ein System aus zollfreiem Handel, gemeinsamen Börsen und einer Preisuntergrenze für kritische Mineralien. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die weltweite Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen zu reduzieren und faire Marktbedingungen zu schaffen.

Intervention gegen Preismanipulation

Burgum begründete die ungewöhnliche Marktintervention mit der marktbeherrschenden Stellung Chinas: "Normalerweise sind wir in den Vereinigten Staaten Befürworter der freien Marktwirtschaft, wir mischen uns nicht gerne in Märkte ein. Aber wenn Sie jemanden haben, der dominant ist und den Markt mit einem bestimmten Material überschwemmen kann, hat dieser die Möglichkeit, den wirtschaftlichen Wert der Produktion eines Unternehmens oder eines Landes im Wesentlichen zu zerstören."

Die US-Regierung wirft China vor, durch gezielte Preismanipulation bei Lithium, Nickel, Seltenen Erden und anderen strategischen Mineralien unfaire Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Diese Rohstoffe sind unverzichtbar für die Herstellung von Elektrofahrzeugen, moderner Militärtechnik und Elektronikprodukten – Schlüsselbranchen der Zukunft.

Bedeutung für deutsche Industrie

Für deutsche Unternehmen könnte die neue Allianz erhebliche Auswirkungen haben. Die heimische Automobil- und Elektronikindustrie ist stark von stabilen Lieferketten für kritische Mineralien abhängig. Ein diversifiziertes Beschaffungsnetzwerk würde die Versorgungssicherheit erhöhen und potenzielle Preisschwankungen abfedern.

Die Initiative reiht sich ein in eine Reihe von Maßnahmen westlicher Industrienationen, die ihre strategische Autonomie bei Schlüsselrohstoffen stärken wollen. Die Europäische Union arbeitet parallel an eigenen Programmen zur Sicherung kritischer Rohstoffe und könnte perspektivisch mit der US-geführten Allianz kooperieren.

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