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Mexiko garantiert USA jährlich 350.000 Acre-Fuß Wasser aus Rio Grande

Neue Vereinbarung soll Wassersicherheit für Texas stärken und historische Schulden ausgleichen.

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Mexiko garantiert USA jährlich 350.000 Acre-Fuß Wasser aus Rio Grande

Mexiko hat sich verpflichtet, den Vereinigten Staaten künftig jährlich mindestens 350.000 Acre-Fuß Wasser zu liefern. Dies gaben die US-Außen- und Landwirtschaftsminister am Dienstag nach bilateralen Verhandlungen bekannt. Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt zur Lösung langjähriger Spannungen über Wasserlieferungen aus dem Rio Grande.

Das mexikanische Außenministerium erklärte, die Einigung ermögliche eine geordnete Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Rio-Grande-Becken. Trotz der Zusage betonte Mexiko, dass die Lieferungen von den hydrologischen Bedingungen abhängen und der menschliche Verbrauch sowie die Landwirtschaft Priorität hätten. Die Vereinbarung berücksichtige die anhaltenden Auswirkungen der Dürre in der Region.

Neben der jährlichen Mindestlieferung hat sich Mexiko zu einem detaillierten Plan verpflichtet, alle im vorherigen Zyklus aufgelaufenen Wasserschulden vollständig zurückzuzahlen. Um zeitnahe und konsistente Lieferungen zu gewährleisten, werden beide Länder künftig monatliche Treffen abhalten. Diese regelmäßigen Konsultationen sollen künftige Defizite verhindern und eine größere Planungssicherheit schaffen.

Historischer Wasservertrag unter Druck

Der Wasservertrag von 1944 verpflichtet Mexiko, den USA alle fünf Jahre 1,75 Millionen Acre-Fuß Wasser aus dem Rio Grande zu liefern. Ein Acre-Fuß entspricht etwa 1.233 Kubikmetern Wasser. In den vergangenen Jahren hatte das lateinamerikanische Land jedoch wiederholt Schwierigkeiten, diese Verpflichtung zu erfüllen.

Im Dezember hatte US-Präsident Donald Trump Mexiko öffentlich vorgeworfen, gegen das Abkommen zu verstoßen. Mexiko führte die Lieferprobleme auf schwere Dürrebedingungen zurück, die durch den Klimawandel verschärft wurden. Zudem stieg die lokale Nachfrage nach Wasser in den mexikanischen Grenzregionen deutlich an.

Bedeutung für Texas und US-Landwirtschaft

US-Außenminister Marco Rubio betonte die Bedeutung der Vereinbarung für die Wassersicherheit in Texas. Die neuen Zusagen würden Gemeinden und die Landwirtschaft im Bundesstaat stärken, die stark von den Wasserlieferungen aus Mexiko abhängig sind. Das Rio-Grande-Tal in Südtexas zählt zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen der USA.

Bei ihrem Gespräch in der vergangenen Woche hatten Trump und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum das Abkommen erörtert. Beide Seiten bekräftigten ihre Zusage, die langjährigen Herausforderungen im Wassermanagement zu lösen. Die Vereinbarung unterstreicht die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, die 2024 wichtigste Handelspartner waren.

Die monatlichen Treffen sollen sicherstellen, dass beide Länder ihre Verpflichtungen erfüllen und gemeinsam auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren können. Experten sehen in der Vereinbarung einen pragmatischen Ansatz, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt und gleichzeitig die ökologischen Realitäten anerkennt.

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