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US-Justizministerium untersucht Binance wegen iranischer Sanktionsumgehung

Das Wall Street Journal berichtet über eine neue DOJ-Untersuchung gegen die weltgrößte Kryptobörse.

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US-Justizministerium untersucht Binance wegen iranischer Sanktionsumgehung

Das US-Justizministerium (DOJ) hat eine Untersuchung zur möglichen Nutzung der Kryptobörse Binance durch den Iran zur Umgehung amerikanischer Sanktionen eingeleitet. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf interne Unternehmensdokumente und mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Behörden haben bereits Befragungen durchgeführt und Beweise gesammelt.

Auslöser der Ermittlungen ist offenbar eine interne Prüfung, die Binance selbst eingestellt hatte. Diese Prüfung hatte Zahlungsströme von mehr als einer Milliarde US-Dollar über die Plattform identifiziert – Gelder, die an ein Netzwerk zur Finanzierung von vom Iran unterstützten Terrorgruppen geflossen sein sollen. Beamte wandten sich daraufhin an Personen mit Kenntnissen über die verdächtigen iranischen Transaktionen.

Noch ist unklar, ob das Justizministerium Binance selbst wegen potenziellen Fehlverhaltens ins Visier genommen hat oder lediglich die Kunden untersucht, die die Plattform für illegale Zwecke genutzt haben sollen. Das Wall Street Journal konnte diese Frage nach eigenen Angaben nicht abschließend klären.

Erneute juristische Aufmerksamkeit für Binance

Die neuen Ermittlungen rücken Binance erneut in den Fokus amerikanischer Strafverfolgungsbehörden. Erst im Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Binance-Gründer Changpeng Zhao, bekannt unter dem Kürzel CZ, begnadigt. Zhao war zuvor wegen Verstößen gegen Geldwäschevorschriften verurteilt worden.

Für deutsche Anleger und Krypto-Investoren ist die Entwicklung bedeutsam: Binance ist auch in Europa eine der meistgenutzten Handelsplattformen für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Regulatorische Risiken und juristische Verfahren gegen die Börse können sich direkt auf das Vertrauen in die Plattform und den Kryptomarkt insgesamt auswirken.

Die USA haben in den vergangenen Jahren ihre Sanktionspolitik gegenüber dem Iran deutlich verschärft. Kryptowährungen gelten dabei zunehmend als potenzielles Instrument zur Umgehung klassischer Finanzsanktionen, was Regulatoren und Strafverfolgungsbehörden weltweit auf den Plan gerufen hat.

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