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US-Inflation: VPI und PCE senden widersprüchliche Signale an Märkte

Zwei wichtige Inflationsmaße zeichnen derzeit ein gegensätzliches Bild – mit weitreichenden Folgen für die Geldpolitik der Fed.

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US-Inflation: VPI und PCE senden widersprüchliche Signale an Märkte

Die US-Inflation sendet aktuell gemischte Signale. Der Verbraucherpreisindex (VPI) lag im Januar auf Jahresbasis bei moderaten 2,4 Prozent – ein Wert, den Ökonomen auch für Februar erwarten. Die entsprechenden Daten werden an diesem Mittwoch veröffentlicht.

Gleichzeitig zeigt der von der Federal Reserve bevorzugte Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) ein deutlich hartnäckigeres Bild. Im Dezember lag die 12-Monats-Veränderung des PCE bei 2,9 Prozent – weit über dem Fed-Zielwert von 2 Prozent. Für Januar rechnen Ökonomen mit dem gleichen Wert, wenn die Daten am Freitag erscheinen.

Der Widerspruch zwischen beiden Kennzahlen ist ungewöhnlich und bereitet Analysten Kopfzerbrechen. Während der VPI als bekanntere Größe für Verbraucher und Medien im Mittelpunkt steht, richtet die US-Notenbank ihre Zinsentscheidungen primär am PCE aus – was die Diskrepanz geldpolitisch besonders relevant macht.

Iran-Konflikt trübt Inflationsausblick zusätzlich ein

Erschwert wird die Lage durch den jüngsten Anstieg der Öl- und Benzinpreise infolge der Spannungen rund um den Iran. Steigende Energiepreise können sich rasch auf die Gesamtinflation übertragen und die ohnehin unklaren Prognosen weiter eintrüben. Für Anleger und Notenbanker bedeutet dies: Die Unsicherheit über den weiteren Inflationspfad bleibt hoch.

Hinzu kommt eine technische Verzögerung bei den PCE-Daten: Aufgrund eines Government Shutdowns im vergangenen Herbst liegen die Zahlen einige Wochen hinter dem üblichen Veröffentlichungsrhythmus zurück. Dadurch fehlt dem Markt ein vollständiges aktuelles Bild der Preisentwicklung.

Für deutsche Anleger ist die US-Inflationsentwicklung von direkter Bedeutung. Die Zinspolitik der Fed beeinflusst Wechselkurse, Kapitalströme und damit auch die Bedingungen an europäischen Märkten. Bleibt der PCE hartnäckig erhöht, dürfte die Fed Zinssenkungen weiter hinauszögern – mit entsprechenden Auswirkungen auf Anleihe- und Aktienmärkte weltweit.

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