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US-Inflation steigt im Februar auf Jahresrate von 2,4 Prozent

Der amerikanische Verbraucherpreisindex legte im Februar wie erwartet um 0,3 Prozent zu – Zölle und steigende Benzinpreise belasten.

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US-Inflation steigt im Februar auf Jahresrate von 2,4 Prozent

Die US-Inflation hat sich im Februar im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, nach einem Plus von 0,2 Prozent im Januar. Im Jahresvergleich kletterte der VPI um 2,4 Prozent – exakt so viel wie im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten diesen Wert exakt so prognostiziert.

Ein wesentlicher Treiber des Preisanstiegs sind die Benzinpreise. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar sind die Kraftstoffpreise an US-Tankstellen um mehr als 18 Prozent auf 3,54 US-Dollar pro Gallone gestiegen. Zuvor waren die Benzinpreise im VPI-Bericht zwei Monate in Folge gesunken. Die Ölpreise schossen zwischenzeitlich deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel, gaben aber nach Äußerungen von Präsident Donald Trump nach, wonach der Krieg bald enden könnte.

Zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen Trumps umfassende Importzölle, die er auf Basis eines Notstandsgesetzes verhängt hatte. Dieses Gesetz wurde inzwischen vom Obersten Gerichtshof der USA gekippt. Trump reagierte darauf mit der Einführung eines weltweiten Zolls von 10 Prozent, der seinen Angaben zufolge noch auf 15 Prozent steigen soll. Ökonomen warnen, dass Unternehmen die Zollkosten bislang zwar weitgehend aufgefangen haben, dies aber kaum dauerhaft so bleiben wird.

Kerninflation zeigt sich moderat

Die Kerninflation – also der VPI ohne die volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie – stieg im Februar nur um 0,2 Prozent, nach 0,3 Prozent im Januar. Im Jahresvergleich lag sie bei 2,5 Prozent, unverändert gegenüber Januar. Bremsend wirkten dabei sinkende Gebrauchtwagenpreise sowie geringere Mietpreissteigerungen.

Dennoch warnen Experten vor voreiligem Optimismus. Die moderaten Kern-VPI-Zahlen dürften aufgrund unterschiedlicher Gewichtungen und unerwartet starker Dienstleistungspreise im Erzeugerpreisindex nicht eins zu eins auf die Kern-PCE-Inflation übertragbar sein. Die Federal Reserve orientiert sich bei ihrem Inflationsziel von 2 Prozent am PCE-Preisindex, nicht am VPI.

Fed dürfte Zinsen vorerst unverändert lassen

Die US-Notenbank Federal Reserve wird die Leitzinsen bei ihrer nächsten Sitzung in der kommenden Woche aller Voraussicht nach unverändert belassen. Die verzögerten PCE-Inflationsdaten für Januar werden am Freitag veröffentlicht und dürften einen soliden Anstieg der Kerninflation zeigen. Die PCE-Daten für Februar folgen erst am 9. April. Für deutsche Anleger ist die US-Geldpolitik von besonderer Bedeutung, da sie maßgeblich die globalen Kapitalmärkte und den Wechselkurs des Euro beeinflusst.

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