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US-Inflation steigt erneut im Oktober

Märkte reagieren verhalten, Zinspolitik der Fed bleibt unklar

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US-Inflation steigt erneut im Oktober

Der Preisdruck in den USA zeigt laut dem von der Federal Reserve bevorzugten Inflationsmaß wieder einen Anstieg. Der PCE-Index, der die privaten Konsumausgaben der US-Haushalte misst, erhöhte sich im Oktober um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im September hatte die Rate noch bei 2,1 Prozent gelegen. Diese Daten veröffentlichte das Bureau of Economic Analysis am Mittwoch.

Die Reaktion der Märkte auf die neuen Inflationsdaten war verhalten. Der S&P 500, der wichtigste US-Börsenindex, unterbrach seine sieben Tage andauernde Gewinnserie und lag im frühen Handel in New York um 0,3 Prozent niedriger. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete einen Rückgang von 0,7 Prozent, während der Dow-Jones-Index leicht im Plus notierte.

Der sogenannte PCE-Kernindex, der schwankungsanfällige Preise wie Lebensmittel und Energie ausklammert, stieg im Oktober im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Dies entspricht einer monatlichen Zunahme von 0,3 Prozent. Experten hatten diese Entwicklung bereits prognostiziert. Die Federal Reserve, unter der Leitung von Jerome Powell, beobachtet die Entwicklung des PCE-Index genau, da sie ihn als maßgeblichen Indikator für ihre geldpolitischen Entscheidungen betrachtet.

Die Zinspolitik der Fed steht im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Diskussionen. Nach zwei Zinssenkungen in diesem Jahr, zuletzt im November, liegt der Leitzins derzeit in einer Spanne von 4,5 bis 4,75 Prozent. Eine weitere Zinssenkung im Dezember um 25 Basispunkte gilt laut Daten der Terminbörse CME als wahrscheinlich, da zwei Drittel der Händler dies erwarten. Ein Drittel rechnet jedoch mit einer Beibehaltung des aktuellen Niveaus.

Parallel dazu wurden am Mittwoch Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA veröffentlicht. Demnach wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal annualisiert um 2,8 Prozent. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch den privaten Konsum getragen, der im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen ist. Auch Exporte und staatliche Ausgaben trugen positiv bei.

Die robuste Wirtschaftslage könnte die Fed dazu bewegen, vorsichtiger bei weiteren Zinssenkungen vorzugehen. Vertreter der Notenbank sind in ihrer Einschätzung uneinig, wie aus den Protokollen der letzten Sitzung hervorgeht. Ein weiterer Aspekt ist der Arbeitsmarkt, der weiterhin stabil bleibt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank zuletzt auf 213.000 und lag damit unter den Erwartungen.

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