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US-Hausverkäufe sinken auf 25-Jahres-Tief wegen hoher Hypothekenzinsen

Ausstehende Hausverkäufe in den USA fallen im September auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2001.

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Die Zahl der ausstehenden Hausverkäufe in den USA ist im September auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gefallen. Auslöser ist der Anstieg des durchschnittlichen Zinssatzes für 30-jährige Hypothekenkredite über die Marke von 7 Prozent. Angesichts dieser Belastung verlassen viele Kaufinteressenten den Immobilienmarkt.

Als ausstehende Hausverkäufe – im Englischen "pending home sales" – werden Immobilientransaktionen bezeichnet, die zwar bereits unter Vertrag stehen, aber noch nicht abgeschlossen sind. Diese Kennzahl gilt als Frühindikator für den tatsächlichen Abschluss von Kaufverträgen, da zwischen der Unterzeichnung und dem endgültigen Eigentumsübergang in der Regel einige Wochen liegen. Erfasst wird sie von der National Association of Realtors (NAR), dem US-Branchenverband der Immobilienmakler.

Niedrigster Wert seit 2001

Im September sank die Unterzeichnung von Verträgen zum Kauf von Wohnimmobilien auf das niedrigste Niveau, seit die NAR mit der Erfassung dieser Kennzahl im Jahr 2001 begann. Damit markiert der aktuelle Rückgang ein 25-Jahres-Tief. Die Entwicklung unterstreicht, wie stark die gestiegenen Finanzierungskosten die Nachfrage nach Wohneigentum dämpfen.

Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypothekenkredite war im September über die 7-Prozent-Schwelle geklettert. Für Käufer bedeutet das deutlich höhere monatliche Raten als in Phasen mit niedrigeren Zinsen. Viele Interessenten reagieren darauf, indem sie ihre Kaufpläne aufschieben oder ganz aufgeben – ein Muster, das sich nun in den Vertragszahlen niederschlägt.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem als Konjunktursignal relevant. Der US-Immobilienmarkt ist ein wichtiger Indikator für die Verfassung der größten Volkswirtschaft der Welt und wirkt über den Konsum der privaten Haushalte auf die gesamtwirtschaftliche Dynamik. Ein schwacher Wohnungsmarkt kann die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern und Bauleistungen bremsen.

Zugleich zeigt der Rückgang der Vertragsabschlüsse, wie sensibel der Markt auf Zinsänderungen reagiert. Solange die Hypothekenzinsen auf einem erhöhten Niveau verharren, dürfte der Druck auf die Nachfrage bestehen bleiben. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Zinsen in den kommenden Monaten bewegen.

Die NAR-Daten zum September liefern damit ein klares Bild: Steigende Finanzierungskosten und ein historisch schwaches Vertragsvolumen gehen Hand in Hand. Ob sich der Trend fortsetzt, werden die kommenden Monatszahlen zeigen.

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