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US-FCC genehmigt ausländische Investitionen in Paramount-Warner-Fusion

FCC genehmigt 110-Milliarden-Fusion mit strengen Auflagen für ausländische Investoren

2 Min
US-FCC genehmigt ausländische Investitionen in Paramount-Warner-Fusion

Die US-amerikanische Bundeskommunikationsbehörde FCC hat grünes Licht für eine milliardenschwere Medienfusion gegeben – allerdings mit strengen Auflagen für ausländische Investoren. Die Behörde genehmigte den Antrag von Paramount Skydance, der ausländischen Geldgebern die Finanzierung des rund 110 Milliarden Dollar schweren Kaufs von Warner Bros. Discovery ermöglicht. Die entscheidende Einschränkung: Ausländische Investoren dürfen keine Stimmrechtsaktien halten und erhalten keinerlei Einfluss auf Unternehmensentscheidungen.

Die Entscheidung, die am Donnerstag vom Medienbüro der FCC veröffentlicht wurde, setzt die bisherige Obergrenze für ausländisches Eigenkapital von 25 Prozent aus. Einzelne Investoren dürfen künftig bis zu 20 Prozent des Eigenkapitals halten. Die FCC betonte jedoch, dass ausländische Investoren keine Stimmrechtsaktien besitzen dürfen und „keinen Einfluss, keine Weisungsbefugnis oder Kontrolle über die Inhalteentscheidungen von Paramount sowie das Unternehmensmanagement haben werden“. Auch seien sie nicht berechtigt, „Kommentare oder Richtlinien zu diesen Themen“ zu geben. Zudem ist ihnen der Zugang zu nicht öffentlichen Daten über US-Bürger untersagt.

Hintergrund und politische Bedenken

Eine Gruppe demokratischer Senatoren hatte zuvor Bedenken geäußert, dass mittelöstliche Staatsfonds Anteile an dem fusionierten Medienkonzern übernehmen könnten. Diese Befürchtungen scheinen nicht unbegründet: Nach Angaben der FCC könnten mittelöstliche Investoren nach dem Dealabschluss rund 85 Prozent des Eigenkapitals bei Paramount halten. Darunter entfallen 15,1 Prozent auf den Saudi Public Investment Fund (PIF). Paramount selbst gibt hingegen an, dass Staatsfonds nach Abschluss der Transaktion lediglich 38,5 Prozent halten würden.

Die demokratische FCC-Kommissarin Anna Gomez äußerte sich scharf kritisch zu der Entscheidung: „Die FCC hat gerade einigen der repressivsten Regierungen der Welt indirekt die Kontrolle über fast alles bei einem kombinierten Paramount-Warner Bros. ermöglicht. Eine derart große Investition in eines der größten Medienunternehmen Amerikas kauft nicht nur Anteile, sie sichert auch Einfluss darauf, was gesagt und was produziert wird.“

Paramount begrüßt die Genehmigung

Paramount selbst lobte die FCC-Entscheidung und verwies darauf, dass diese einem umfassenden Review durch einen Ausschuss nationaler Sicherheitsbeamter der US-Regierung, bekannt als „Team Telecom“, gefolgt sei. Dabei sei sichergestellt worden, dass ausländische Investoren keinen Zugriff auf persönliche Daten von US-Bürgern erhalten. „Ein kombiniertes Paramount-WBD wird über die Skaleneffekte und Ressourcen verfügen, die notwendig sind, um zu konkurrieren, zu investieren, Innovationen voranzutreiben und weltweit Premium-Inhalte an das Publikum zu liefern“, erklärte das Unternehmen.

Eigentümerstruktur und rechtliche Hürden

Paramount erklärte zudem, dass nach Abschluss des Deals die Familie des Milliardärs und Oracle-Mitbegründers Larry Ellison sowie RedBird Capital Partners gemeinsam den größten Eigenkapitalanteil am kombinierten Unternehmen halten würden. Sie besäßen 100 Prozent der Stimmrechtsaktien, ohne dass andere Beteiligte Mitbestimmungsrechte hätten.

Allerdings ist der Weg zur Fusion noch nicht vollständig frei. Ein US-Richter hat die Übernahme vorläufig gestoppt, während im März eine Gerichtsverhandlung über eine Klage eines Dutzends US-Bundesstaaten stattfindet. Das Justizministerium und die FCC hatten die Fusion zuvor bereits genehmigt. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Gerichten.

Für deutsche Anleger ist der Fall interessant, da er zeigt, wie stark die US-Regulierungsbehörden bei großen Medienfusionen auf nationale Sicherheitsinteressen achten – insbesondere wenn Staatsfonds aus dem Nahen Osten involviert sind. Die Auflagen der FCC könnten als Blaupause für künftige Transaktionen in der Medienbranche dienen.

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