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Universal Music: EU genehmigt Downtown-Übernahme mit Auflagen

Musikriese muss Tantiemen-Plattform Curve verkaufen, um 775-Millionen-Dollar-Deal abzuschließen.

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Universal Music: EU genehmigt Downtown-Übernahme mit Auflagen

Die Universal Music Group (UMG) hat grünes Licht von der Europäischen Kommission für die Übernahme von Downtown Music erhalten. Der 775 Millionen Dollar schwere Deal kann jedoch nur unter einer wichtigen Bedingung vollzogen werden: Universal muss die Tantiemen-Serviceplattform Curve Royalty Systems verkaufen.

Die im Dezember 2024 angekündigte Transaktion wird über die Universal-Tochter Virgin Music Group abgewickelt. Von Beginn an stieß der Deal auf massiven Widerstand zahlreicher unabhängiger Labels, die eine weitere Konzentration der Marktmacht befürchteten und eine Blockade forderten.

Die EU-Wettbewerbshüter begründeten ihre Auflage mit dem Schutz sensibler Wettbewerbsdaten. Durch den Verkauf von Curve wird verhindert, dass Universal Zugriff auf kommerziell sensible Informationen von Konkurrenten erhält, die auf der Plattform gespeichert sind. Die Kommission verwies dabei auf die Präsenz starker Wettbewerber wie Sony Music Entertainment, Warner sowie unabhängige Anbieter wie Believe, Distrokid, IDOL, Kontor oder ONErpm.

Keine Bedrohung für Streaming-Verhandlungen

Die Brüsseler Behörde kam zudem zu dem Schluss, dass die Übernahme Universals Verhandlungsposition gegenüber Streaming-Diensten wie Spotify, Apple Music und Amazon Music nicht wesentlich stärken wird. Dies war eine zentrale Sorge der Kritiker, da Universal bereits über ein beeindruckendes Künstlerportfolio mit Superstars wie Taylor Swift, SZA, Billie Eilish und Drake verfügt.

"Die heutige Entscheidung spiegelt das Engagement der Kommission für die Förderung eines fairen Wettbewerbs und die Unterstützung einer florierenden und vielfältigen Musiklandschaft in Europa wider", erklärte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis.

Positive Reaktionen der Beteiligten

Sowohl Downtown Music als auch die Virgin Music Group zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung. "Die Integration des außergewöhnlichen Teams und der Fähigkeiten von Downtown in die Virgin Music Group bedeutet mehr Flexibilität und ein präziseres Serviceangebot für unabhängige Unternehmer, Künstler und Labels", kommentierten Nat Pastor und JT Myers, Co-CEOs der Virgin Music Group.

Reuters hatte bereits im Januar exklusiv über die bevorstehende EU-Genehmigung berichtet. Mit der Freigabe kann Universal seine Position im Markt für Künstler- und Label-Services weiter ausbauen, ohne dabei den Wettbewerb im europäischen Musikmarkt zu gefährden.

Universal MusicDowntown MusicEu-GenehmigungMusikindustrieWettbewerbsrecht

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