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UniCredit plant Commerzbank-Übernahme: Kontrolle bereits im Januar möglich

Laut FT will die italienische Großbank die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen und deren Aufsichtsrat neu besetzen.

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UniCredit plant Commerzbank-Übernahme: Kontrolle bereits im Januar möglich

Die italienische UniCredit bereitet sich darauf vor, die Kontrolle über die Commerzbank zu übernehmen und deren Aufsichtsrat bereits im Januar abzulösen. Das berichtete die Financial Times (FT) am Dienstag. Sollte der Plan gelingen, wäre dies der größte europäische Bankenübernahme seit der Finanzkrise. Die Mailänder Bank will dem Bericht zufolge eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, sobald die noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen für die Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank erteilt worden sind.

Die FT beruft sich dabei auf Personen, die mit dem Thema vertraut sind. Im Basisfall strebt UniCredit an, die Kontrolle über die Commerzbank bis Ende Februar zu sichern. Dabei sollen alle zehn Aktionärsmitglieder in dem 20-köpfigen Aufsichtsrat ersetzt werden, wodurch die Mailänder Bank eine effektive Mehrheit erhalten würde. Im besten Fall könnte die Kontrolle demnach bereits im Januar etabliert werden.

Restrukturierung unter Andrea Orcel geplant

Sobald UniCredit die Kontrolle übernommen hat, plant Andrea Orcel eine umfassende Restrukturierung der Commerzbank. Nach Angaben der FT umfassen die Pläne den Rückzug aus Teilen des internationalen Netzwerks. Zudem ist der Abbau von etwa 20 Milliarden Euro an Unternehmenskrediten außerhalb der Kernmärkte Deutschland und Polen vorgesehen – und zwar jener Kredite, die für die Betreuung der Mittelstandskunden nicht unerlässlich sind. Darüber hinaus soll die Kostenbasis gesenkt werden.

Diese Pläne folgen auf die jüngste Kurskorrektur Berlins hinsichtlich des potenziellen Übernahmeverfahrens. Die deutsche Regierung hält einen Anteil von fast 13 Prozent an der Commerzbank. Ihre Haltung habe sich kürzlich von einem offenen Widerstand hin zur Formulierung von Bedingungen für einen Deal geändert, so die FT. Damit rückt ein Zusammenschluss der beiden Institute in greifbare Nähe, der die deutsche Bankenlandschaft erheblich verändern könnte.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Die Commerzbank gehört zu den größten börsennotierten Banken hierzulande und ist im MDAX beziehungsweise im DAX-Umfeld stark beachtet. Eine Übernahme durch UniCredit und die geplante Restrukturierung könnten die Geschäftsausrichtung, die Ertragslage und damit auch die Bewertung der Aktie maßgeblich beeinflussen. Besonders der geplante Abbau von Unternehmenskrediten und die Senkung der Kostenbasis sind Kennzahlen, die Anleger künftig genau verfolgen dürften.

Der Zeitplan hängt allerdings entscheidend von den noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen ab. Erst nach deren Erteilung will UniCredit die außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Ob die Kontrolle tatsächlich bereits im Januar oder erst bis Ende Februar gesichert werden kann, ist daher offen. Klar ist: Mit dem angestrebten Austausch aller zehn Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat würde UniCredit eine effektive Mehrheit in dem 20-köpfigen Gremium erlangen und damit die strategische Richtung der Commerzbank bestimmen können.

Der Bericht der Financial Times wird als Nachricht mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft. Für die Bewertung der weiteren Entwicklung bleibt die Frage zentral, wie schnell die Behörden die Genehmigungen erteilen und wie die deutsche Bundesregierung ihre neu formulierten Bedingungen konkret ausgestaltet.

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