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UBS-Stratege Haefele rät Anlegern zur Diversifikation über KI-Rally hinaus

Mark Haefele von UBS Global Wealth Management empfiehlt breit diversifizierte Aktienportfolios und nennt Energie, Ressourcen und Langlebigkeit als Alternativen.

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UBS-Stratege Haefele rät Anlegern zur Diversifikation über KI-Rally hinaus

Mark Haefele, Chief Investment Officer von UBS Global Wealth Management, rät Anlegern dazu, ihre Portfolios über den KI-Sektor hinaus zu diversifizieren – auch wenn der technologische Aufschwung weiterhin anhält. Die US-Aktien hatten am Dienstag ihre Gewinne weiter ausgebaut. Gestützt wurde die Stimmung durch große Kapitalbeschaffungsgeschäfte im Tech-Sektor sowie durch Optimismus hinsichtlich der Monetarisierung, nachdem ein führendes KI-Labor entsprechende Unterlagen eingereicht hatte.

Die Schweizer Großbank bleibt grundsätzlich positiv gegenüber dem strukturellen Wachstum der KI eingestellt und geht davon aus, dass die Nachfrage weiterhin ein zentraler Wachstumsmotor bleiben wird. Zugleich warnte UBS jedoch davor, dass hohe Erwartungen und potenziell erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen der einzelnen Unternehmen die Risiken konzentrierter Positionen unterstreichen. Mit anderen Worten: Wer sein Depot einseitig auf wenige KI-Titel ausrichtet, geht ein Klumpenrisiko ein, falls die Erwartungen einzelner Firmen nicht erfüllt werden.

„Wir sind der Auffassung, dass Anleger sicherstellen sollten, dass ihre Aktienportfolios breit diversifiziert sind, und diejenigen, die langfristige Wachstumsmöglichkeiten suchen, sollten auch Exposure in den Bereichen Energie und Ressourcen sowie Langlebigkeit (Longevity) in Betracht ziehen“, schrieb UBS in ihrer Einschätzung. Damit rückt die Bank zwei Sektoren in den Fokus, die abseits der klassischen Tech-Werte liegen.

Energie und Ressourcen als zweites Standbein

Zum Bereich Energie und Ressourcen erklärte die Bank, dass die Nachfrage nach Rechenzentren, Stromerzeugung und Netzen weiterhin fest verankert sei. Begünstigt werde dies durch einen sich verbessernden Automatisierungszyklus und stärkere Metallepreise. Interessant ist dieser Zusammenhang für deutsche Anleger deshalb, weil die Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur letztlich die physische Grundlage der KI-Expansion bilden – vom Strombedarf bis zu den Netzen.

Dennoch mahnt UBS zur Vorsicht: „Wir bevorzugen einen selektiven Ansatz, da der Markt zunehmend darauf fokussiert ist, ob Unternehmen in der Lage sind, die starke Nachfrage effizient in Gewinnwachstum und Cashflow umzuwandeln“, so die Bank. Sie bevorzugt demnach Unternehmen mit sichtbarer mehrjähriger Nachfrage, glaubwürdigen Kapazitätserweiterungsplänen und disziplinierten Bilanzen. Nicht jedes Unternehmen, das vom Strukturwandel profitiert, wird diese Kriterien erfüllen.

Longevity und Adipositas im Fokus

Zum Thema Langlebigkeit (Longevity) sagte UBS, dass die geringe Penetration in mehreren Endmärkten und eine signifikante Neubewertung (Valuation Reset) in diesem Jahr die langfristige Chance stützten – und das trotz einer moderateren Nachfrage nach medizinischen Eingriffen. Auch für Adipositas-Behandlungen ist das Institut positiv gestimmt, da das Angebot wächst und die Preise sinken. Der Bereich Gesundheit und Alterung wird damit als eigenständiges Wachstumsfeld neben der KI positioniert.

Jenseits der USA zeigt sich UBS ebenfalls konstruktiv: Die Bank favorisiert Eurozone-Aktien und sieht die Bewertungen in Asien auf einem mehr Jahrzehnte niedrigen Niveau. Japan dürfte nach Einschätzung der Bank von KI-Investitionen (Capex) und Unternehmensreformen profitieren. Für Anleger, die geografisch streuen wollen, ergeben sich damit mehrere Ansatzpunkte außerhalb des stark bewerteten US-Marktes.

Zusammenfassend lautet die Botschaft der Bank: „Daher bleiben wir positiv bezüglich des langfristigen Potenzials transformativer Innovationen, bevorzugen jedoch einen diversifizierten Ansatz.“ Für Privatanleger bedeutet dies, die Chancen der KI nicht aufzugeben, das Risiko aber über mehrere Sektoren und Regionen zu verteilen – statt sich allein auf den Hype rund um einzelne Technologiewerte zu verlassen.

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