ANZEIGE

Trump verkündet Fed-Chef-Nachfolger: Warsh gilt als Favorit für Powell-Ablösung

US-Präsident will am Freitag seinen Kandidaten für den wichtigsten Notenbank-Posten der Welt bekanntgeben.

•• 1 Min
Trump verkündet Fed-Chef-Nachfolger: Warsh gilt als Favorit für Powell-Ablösung

US-Präsident Donald Trump will am Freitagmorgen seinen Kandidaten für die Nachfolge von Jerome Powell als Vorsitzenden der Federal Reserve bekanntgeben. Dies kündigte Trump am Donnerstagabend bei der Filmpremiere "Melania" an. Der Auswahlprozess, der im September 2025 begann, steht damit kurz vor dem Abschluss.

Ursprünglich umfasste die Kandidatenliste elf Namen aus unterschiedlichen Bereichen – darunter ehemalige und aktuelle Fed-Vertreter, Ökonomen sowie Wall-Street-Experten. Finanzminister Scott Bessent reduzierte diese Liste schrittweise zunächst auf fünf und schließlich auf vier Finalisten.

Zu den verbliebenen Kandidaten zählen der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh, Kevin Hassett vom Nationalen Wirtschaftsrat, der amtierende Fed-Gouverneur Christopher Waller sowie Rick Rieder, Chief Investment Officer für Anleihen bei BlackRock. Alle vier Kandidaten bringen umfassende Erfahrung im Finanzsektor mit.

Warsh als haushoher Favorit

Auf Vorhersagemärkten hat sich das Blatt zuletzt deutlich zugunsten von Kevin Warsh gewendet. Die Plattform Kalshi sieht ihn mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent als klaren Favoriten. Zuvor lagen zeitweise Hassett und Rieder in Führung. Ein Detail könnte entscheidend sein: Trump erwähnte, der Kandidat sei "jemand, der schon vor einigen Jahren hätte dort sein können". Warsh stand bereits 2017 zur Debatte, bevor sich Trump für Powell entschied.

Medienberichten zufolge soll Warsh am Donnerstag im Weißen Haus gewesen sein, was ein Sprecher jedoch zurückwies. Die Spekulationen um seine Nominierung nehmen dennoch zu. Warsh gilt als erfahrener Notenbanker mit konservativer Ausrichtung.

Powells Zukunft bleibt offen

Der amtierende Fed-Chef Jerome Powell äußerte sich nicht dazu, ob er nach Ablauf seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai 2026 im Amt bleiben wird. Grundsätzlich hätte Powell die Möglichkeit, die verbleibenden zwei Jahre seines Gouverneursmandats zu absolvieren. Die Entscheidung über die Fed-Führung gilt als eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Weichenstellungen der Trump-Administration.

Die Federal Reserve steuert als US-Notenbank die Geldpolitik der weltgrößten Volkswirtschaft und beeinflusst damit maßgeblich die globalen Finanzmärkte. Die Nominierung muss vom US-Senat bestätigt werden.

TrumpFederal ReserveFed-ChefKevin WarshJerome Powell

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. Beschlagnahmte Iran-Öltanker segeln langsam in Richtung USA
  4. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg
  5. Ölpreis stabilisiert sich: USA und Iran prüfen gestaffelten Hormus-Deal

Disclaimer