Fed-Personalien und Apple-Zahlen bewegen US-Märkte vor Wochenende
Kevin Warsh könnte neuer Fed-Chef werden, während Apple mit Rekord-iPhone-Verkäufen überrascht

Die US-Aktienmärkte zeigten sich am Freitag zurückhaltend, nachdem Spekulationen über eine mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der Federal Reserve die Runde machten. Gleichzeitig sorgte Apple mit starken Quartalszahlen für positive Impulse, während die Gefahr eines Government Shutdowns gebannt werden konnte.
Apple übertraf die Erwartungen der Analysten im wichtigen Weihnachtsquartal deutlich. Der Technologiekonzern meldete sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz Werte über den Prognosen. Besonders bemerkenswert: Die iPhone-Verkäufe verzeichneten das stärkste vierteljährliche Wachstum seit über vier Jahren. Das erste Geschäftsquartal des Konzerns entwickelte sich damit besser als von Experten erwartet.
Personalentscheidung bei der Fed im Fokus
Die mögliche Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender sorgte für Verunsicherung an den Märkten. Warsh gilt als erfahrener Notenbanker, der bereits von 2006 bis 2011 dem Board of Governors der Federal Reserve angehörte. Seine potenzielle Ernennung könnte Auswirkungen auf die künftige Geldpolitik haben. Investoren beobachten die Entwicklung genau, da die Führung der US-Notenbank maßgeblichen Einfluss auf die Zinspolitik und damit auf die Aktienmärkte hat.
An den Rohstoffmärkten gaben Gold und Silber nach ihren jüngsten Höchstständen nach. Beide Edelmetalle hatten zuvor Rekordniveaus erreicht und korrigierten nun leicht. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der allgemeinen Marktunsicherheit und möglichen Verschiebungen in der US-Geldpolitik.
Government Shutdown abgewendet
Positiv aufgenommen wurde die Nachricht, dass ein drohender Stillstand der US-Regierung offenbar verhindert werden konnte. Ein Government Shutdown hätte weitreichende Folgen für die US-Wirtschaft gehabt und die Unsicherheit an den Märkten zusätzlich verstärkt. Die Einigung im Kongress sorgt für mehr Planungssicherheit bei Investoren.
Für deutsche Anleger bedeuten diese Entwicklungen eine gemischte Gemengelage: Während Apples starke Zahlen den Technologiesektor stützen, könnten Veränderungen an der Fed-Spitze mittelfristig Auswirkungen auf die globalen Kapitalmärkte haben. Die US-Notenbank gibt traditionell die Richtung für viele andere Zentralbanken vor.
