ANZEIGE

Trump vergleicht US-Marine mit Piraten bei Iran-Seeblockade

US-Präsident Trump beschreibt die Beschlagnahmung iranischer Schiffe und Öltanker als „sehr profitables Geschäft" für die USA.

2 Min
Trump vergleicht US-Marine mit Piraten bei Iran-Seeblockade

US-Präsident Donald Trump hat die Aktionen der US-Marine im Rahmen der Seeblockade iranischer Häfen mit dem Vorgehen von Piraten verglichen. „Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir machen keine Scherze", sagte Trump am Freitagabend. Anlass waren seine Ausführungen zur Beschlagnahmung eines Schiffes durch US-Streitkräfte wenige Tage zuvor.

Trump beschrieb den Vorgang in ungewöhnlich offener Sprache: „Wir haben das Schiff übernommen, wir haben die Ladung übernommen, wir haben das Öl übernommen. Es ist ein sehr profitables Geschäft." Die Äußerungen des US-Präsidenten sorgten international für Aufsehen und weitreichende Verurteilung.

Blockade der Straße von Hormus als globales Wirtschaftsrisiko

Im Hintergrund des Konflikts steht ein Krieg, den die USA und Israel am 28. Februar gegen den Iran begannen. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen gegen Israel sowie gegen Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen. Die Auseinandersetzung hat Tausende Menschenleben gefordert und Millionen Menschen vertrieben.

Der Krieg hat erhebliche wirtschaftliche Folgen für die globalen Energiemärkte. Die Ölpreise sind infolge des Konflikts stark gestiegen. Besonders kritisch ist die Blockade der Straße von Hormus – einem strategischen Nadelöhr, durch das rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte fließen. Der Iran blockiert seit Kriegsbeginn nahezu alle Schiffe, die diese Meerenge passieren – mit Ausnahme der eigenen.

Die USA haben ihrerseits eine separate Blockade iranischer Häfen verhängt. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden mehrere Schiffe Teherans nach dem Verlassen iranischer Häfen beschlagnahmt, darunter sanktionierte Containerschiffe und iranische Tanker in asiatischen Gewässern.

Trumps Aussagen stoßen auf scharfe Kritik

Trump sah sich in den vergangenen Wochen wegen seiner Äußerungen zum Konflikt breiter Kritik ausgesetzt. Im vergangenen Monat hatte er gedroht, die gesamte Zivilisation des Irans zu vernichten. Zahlreiche US-Experten erklärten daraufhin, dass amerikanische Angriffe auf den Iran Kriegsverbrechen gleichkommen könnten – insbesondere nachdem Trump angekündigt hatte, zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen.

Der Krieg bleibt in der amerikanischen Bevölkerung weiterhin unpopulär. Trump hat dabei wiederholt wechselnde Zeitpläne und Ziele für den Konflikt genannt, was die Unsicherheit über die strategische Ausrichtung der USA weiter verstärkt. Für deutsche Anleger und Energieverbraucher ist die Lage rund um die Straße von Hormus von besonderer Bedeutung, da Störungen dieser Handelsroute unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiepreise haben.

Trump Iran SeeblockadeUs-Marine PiratenStraße Von HormusIran Krieg ÖlpreisIranische Tanker BeschlagnahmtIran Usa KriegÖlpreis Blockade

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer