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Trump lobt Burnham als „natürlichen Geschäftsmann“ nach erstem Treffen

Trump lobt Burnham als Geschäftsmann nach erstem persönlichem Treffen in New York

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Trump lobt Burnham als „natürlichen Geschäftsmann“ nach erstem Treffen

US-Präsident Donald Trump hat den britischen Premierminister Andy Burnham nach ihrem ersten persönlichen Treffen als „natürlichen Geschäftsmann“ gelobt. Die Begegnung am Rande der UN-Generalversammlung in New York dauerte rund 40 Minuten und verlief nach Einschätzung von Burnhams Team reibungslos. Trump bescheinigte dem neuen britischen Regierungschef, jemand zu sein, mit dem er Geschäfte machen könne.

„Ich denke, basierend auf meiner Beziehung zum Premierminister, Andy, glaube ich, dass … wir sehr gut dastehen“, sagte Trump nach dem Treffen. „Ich denke, er ist ein natürlicher Geschäftsmann. Wir haben viele Diskussionen geführt, sogar noch vor diesem Treffen haben wir uns mehrfach am Telefon ausgetauscht.“ Burnham, der am Montag nach New York gereist war, hatte zuvor von einer „Verbindung“ gesprochen, die er bei zwei Telefonaten mit Trump gespürt habe. Nach dem persönlichen Gespräch bekräftigte er: „(I) kann sicherlich mit ihm zusammenarbeiten. Es war ein sehr ermutigendes Treffen.“

Die Details

Das Treffen fand am Dienstag am Rande der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York statt. Burnham ist der siebte Premierminister Großbritanniens innerhalb eines Jahrzehnts und trat sein Amt im Juli an. Er löste Keir Starmer ab, den Trump nun als früheren Amtsinhaber bezeichnete, der Großbritannien wieder auf den richtigen Weg gebracht habe. Die beiden Führer erzielten nach Burnhams Angaben Einigkeit in mehreren Bereichen: dem Umgang mit Kosten-Niveau-Druckfaktoren, der Beendigung des Konflikts im Nahen Osten und der Reindustrialisierung von Nationen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. Trump zeigte sich „sehr optimistisch bezüglich der Aussichten des Landes (Großbritanniens)“, wie Burnham berichtete.

Es gab jedoch auch Differenzen. Trump kritisierte den Schritt der vorherigen britischen Regierung unter Starmer, die Souveränität über die Chagos-Inseln abzutreten, während die Kontrolle über die Luftwaffenbasis Diego Garcia auf einem 99-jährigen Pachtvertrag erhalten bleibt. Trump nannte das Abkommen mit Mauritius, das derzeit ausgesetzt ist, ein „schreckliches“ Abkommen. Burnham sagte dazu, er habe das Problem geerbt und werde daran arbeiten, eine Lösung zwischen den verschiedenen Seiten zu finden. „Es war klar, dass wir zu diesem Abkommen kommen müssen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es finden können, indem wir mit unseren US-Partnern zusammenarbeiten“, so Burnham.

Ein weiterer potenzieller Streitpunkt betrifft die Falklandinseln. Burnham zeigte sich bereit, mit Trump zu disagree, wenn dies im Interesse seiner Nation liegt, und sagte, er werde „fest stehen angesichts jeglicher Drohungen“ gegen das Recht der Falklandinsulaner auf Selbstbestimmung. Im August hatte Trump erklärt, er prüfe die neutrale Position der USA bezüglich des Archipels im Südatlantik. Kurz darauf kündigte der argentinische Präsident Javier Milei Sanktionen gegen Ölunternehmen an, die auf den Inseln bohren. Trump zeigte sich zudem unbeeindruckt von der Entscheidung Großbritanniens, Importe aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland zu blockieren, sowie von der Entscheidung, die USA nicht im Iran-Krieg zu unterstützen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 16. September 2026 berichtete aktien.news, dass Burnham und Trump ihr erstes persönliches Gespräch in New York führen würden. Das Treffen markierte einen wichtigen diplomatischen Schritt zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA. Ursprünglich war geplant, dass der britische Regierungschef direkt im Anschluss an die UN-Generalversammlung nach Washington weiterreist, diese Pläne mussten jedoch aufgrund von Terminkonflikten angepasst werden.

Am 26. Juli 2026 hatte Burnham kurz nach seinem Amtsantritt klare Signale in Richtung Washington gesendet. Er erklärte, er habe mit Trump einen „guten Austausch“ gehabt, machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass er das nationale Interesse Großbritanniens „vor allem anderen“ verteidigen werde. Damit positionierte sich der neue Regierungschef von Beginn an als selbstbewusster Gesprächspartner gegenüber dem Weißen Haus.

Bereits am 16. Juli 2026 hatte Burnham seine Strategie im Umgang mit Trump skizziert. In einem Interview erklärte er, er wolle Trump gegenüber „offen“ auftreten und auf seine eigene Persönlichkeit setzen, um die transatlantischen Beziehungen in ruhigem Fahrwasser zu halten. Das Interview führte kein klassischer Politjournalist, sondern der ehemalige Fußballprofi und heutige Moderator Gary Lineker.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien von Bedeutung, da beide Länder wichtige Handelspartner Deutschlands und der EU sind. Ein reibungsloser transatlantischer Dialog zwischen Washington und London kann positive Signale für die globale Wirtschaftsstabilität senden. Burnhams Fokus auf künstliche Intelligenz (KI) als Wachstumstreiber ist bemerkenswert: Er beschrieb die Technologie als fähig, „riesige Vorteile“ für die britische und die globale Wirtschaft zu bringen. Trump hat ebenfalls signalisiert, KI fördern statt regulieren zu wollen, was auf eine gemeinsame Linie in diesem Zukunftsfeld hindeutet. Sollte sich Großbritannien als führender Standort für KI-Innovationen positionieren, könnten davon auch europäische Technologieunternehmen und Zulieferer profitieren. Anleger sollten jedoch die geopolitischen Risiken im Blick behalten, insbesondere die unterschiedlichen Positionen zu den Chagos-Inseln und den Falklandinseln, die kurzfristig zu bilateralen Spannungen führen könnten.

Ausblick

Burnham richtet seinen Fokus für die UN-Generalversammlung nun auf KI und seine Unterstützung für diese Technologie. Bei einem Business-Roundtable mit Teilnehmern wie Tim Cook, Executive Chairman von Apple, und Citigroup-CEO Jane Fraser kündigte er an, in einer Rede für Großbritannien zu plädieren, um „ein einheitliches Set globaler Prinzipien und Standards“ zu etablieren. Er beschrieb Großbritannien als seit der Abstimmung zum EU-Austritt im Jahr 2016 in zehn Jahren politischer Turbulenzen feststeckend und will nun eine Periode der Stabilität einläuten. Sein Ziel: einen 10-Jahres-Plan für Großbritannien vorzulegen, „damit niemand irgendeinen Zweifel daran hat, was wir versuchen zu tun“. Der argentinische Präsident Javier Milei wird am Mittwoch vor der UN sprechen, was weitere Diskussionen um die Falklandinseln erwarten lässt.

Kurz erklärt

  • Chagos-Inseln: Ein britischer Inselarchipel im Indischen Ozean, der gemeinsam mit den USA militärisch genutzt wird und Gegenstand eines Souveränitätsstreits mit Mauritius ist.
  • Falklandinseln: Ein britisches Überseegebiet im Südatlantik, dessen Souveränität zwischen Großbritannien und Argentinien umstritten ist und dessen Bewohner mehrheitlich für den Verbleib bei Großbritannien gestimmt haben.
  • Diego Garcia: Eine strategisch wichtige Militärbasis auf den Chagos-Inseln, die von den USA und Großbritannien gemeinsam betrieben wird und auf einem 99-jährigen Pachtvertrag basiert.
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