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Trump lobt Agrarabkommen mit China – Details bleiben vage

Nach einem Staatsbesuch in Peking kündigt Trump milliardenschwere chinesische Käufe von US-Agrargütern an – konkrete Zahlen fehlen.

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Trump lobt Agrarabkommen mit China – Details bleiben vage

US-Präsident Trump hat an Bord der Air Force One, auf dem Rückflug von einem Staatsbesuch in Peking, ein neues Agrarabkommen mit China angepriesen. Gegenüber mitreisenden Reportern erklärte er, chinesische Käufer würden „Sojabohnen im Wert von Milliarden US-Dollar" erwerben. Konkrete Details zum Umfang oder zur Umsetzung des Abkommens nannte er jedoch kaum.

Etwas mehr Substanz lieferte US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer. Er erklärte am Freitag, die USA erwarteten, dass China in den nächsten drei Jahren US-Agrargüter im Wert von „zweistelligen Milliardenbeträgen" kaufen werde. Greer betonte dabei ausdrücklich, dass sich diese Summe nicht allein auf Sojabohnen beziehe, sondern alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse umfasse.

Chinas Sojabohnenkäufe aus den USA stark gesunken

Der Hintergrund des Abkommens ist bedeutsam: China hat seine Käufe von US-Sojabohnen seit Trumps erster Amtszeit drastisch reduziert. Bezog das Land im Jahr 2016 noch rund 41 Prozent seiner Sojabohnen aus den USA, waren es im Jahr 2025 nur noch etwa 15 Prozent. Als günstigere Alternative ist vor allem Brasilien in diese Lücke gesprungen.

Dieser Rückgang ist eine direkte Folge des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking, der während Trumps erster Amtszeit eskalierte. China hatte damals gezielt US-Agrargüter mit Strafzöllen belegt, um amerikanische Farmer – eine wichtige Wählergruppe Trumps – unter Druck zu setzen. Die Verlagerung hin zu brasilianischen Lieferanten hat sich seitdem strukturell verfestigt.

Rekordernte erwartet – Markt braucht Abnehmer

Für die amerikanischen Landwirte kommt das angekündigte Abkommen zu einem wichtigen Zeitpunkt. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet, dass die US-Farmer in dieser Saison die zweitgrößte Sojabohnenernte seit Beginn der Aufzeichnungen einfahren werden. Ein großer Abnehmer wie China wäre angesichts dieser Rekordmengen von erheblicher Bedeutung für die Preisstabilität auf dem amerikanischen Agrarmarkt.

Trump selbst zeigte sich optimistisch: „Die Landwirte werden sehr glücklich sein. Sie werden Sojabohnen im Wert von Milliarden US-Dollar kaufen", sagte er gegenüber Reportern. Ob und in welchem Umfang China tatsächlich zu seinen früheren Kaufvolumina zurückkehrt, bleibt jedoch abzuwarten – konkrete vertragliche Vereinbarungen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Für deutsche und europäische Beobachter ist das Abkommen ein weiteres Signal, dass die USA und China trotz anhaltender Spannungen weiterhin wirtschaftliche Gesprächskanäle offenhalten. Die Entwicklungen auf dem globalen Sojabohnenmarkt sind auch für europäische Agrarmärkte relevant, da Preisschwankungen bei diesem wichtigen Futtermittel internationale Auswirkungen haben.

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