ANZEIGE

Trump kurz vor Entscheidung: Neuer Fed-Chef steht fest

US-Präsident Donald Trump hat die Auswahl für den neuen Vorsitzenden der Federal Reserve auf einen Favoriten eingegrenzt. In Davos deutete er an, dass die Entscheidung unmittelbar bevorsteht.

•• 2 Min
Trump kurz vor Entscheidung: Neuer Fed-Chef steht fest

US-Präsident Donald Trump steht offenbar kurz vor der Benennung eines neuen Vorsitzenden der Federal Reserve. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte er gegenüber CNBC, dass er die ursprünglich drei Kandidaten bereits auf einen Favoriten reduziert habe. "In meinem Kopf ist es vielleicht nur noch einer", so Trump.

Hassett soll im Weißen Haus bleiben

Der US-Präsident machte zugleich deutlich, dass Wirtschaftsberater Kevin Hassett nicht für den Fed-Posten in Frage komme. "Um ehrlich zu sein, würde ich ihn am liebsten dort behalten, wo er ist. Er macht sich so gut im Fernsehen", betonte Trump. Hassett galt zuvor als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Jerome Powell.

Rieder von BlackRock beeindruckt Trump

Als verbliebene Kandidaten nannte Trump Rick Rieder, den Chef-Anleihe-Investmentmanager von BlackRock, sowie die Fed-Gouverneure Christopher Waller und Kevin Warsh. Rieder sei in seinem Vorstellungsgespräch "sehr beeindruckend" gewesen. Finanzminister Scott Bessent hatte am Vortag noch von vier Kandidaten gesprochen und eine Entscheidung rund um den Davos-Gipfel in Aussicht gestellt.

Erneute Kritik an Powell

Trump erneuerte seine scharfe Kritik am amtierenden Fed-Chef Jerome Powell. Dieser habe zu lange mit Zinssenkungen gewartet und die Notenbank insgesamt schlecht geführt. Als Vorbild nannte Trump den langjährigen Ex-Fed-Chef Alan Greenspan, der starkes Wirtschaftswachstum nicht automatisch als inflationär bewertet habe.

Justizministerium ermittelt gegen Powell

Die Spannungen zwischen Trump und Powell haben sich zuletzt verschärft. Das Justizministerium stellte Powell eine Vorladung im Zusammenhang mit der Renovierung des Fed-Hauptsitzes zu. Powell wertete dies als Konsequenz der unabhängigen Geldpolitik der Notenbank. Trump drohte dem Fed-Chef indirekt und erklärte, Powells Leben "werde nicht sehr glücklich sein", falls dieser nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai im Gouverneursrat bleibe.

Powells Zukunft ungewiss

Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endet im Mai 2025, sein Mandat im Gouverneursrat läuft jedoch bis 2028. "Ich glaube, er will aufhören", spekulierte Trump. "Wir werden sehen. Wenn er bleibt, bleibt er." Powell selbst hat sich zu seinen Plänen bisher nicht geäußert. Trump hatte Powell 2017 nominiert, Ex-Präsident Joe Biden ernannte ihn 2022 für eine zweite Amtszeit.

TrumpFederal ReserveFed-VorsitzenderJerome PowellKevin HassettRick RiederDavosZinspolitik

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer