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Japan warnt vor US-Handelspolitik trotz moderater Erholung

Die japanische Regierung hält an ihrer vorsichtig optimistischen Wirtschaftseinschätzung fest, sieht jedoch erhebliche Risiken durch die US-Handelspolitik. Besonders die Autoindustrie könnte unter Druck geraten.

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Japan warnt vor US-Handelspolitik trotz moderater Erholung

Die japanische Regierung hat in ihrem monatlichen Wirtschaftsbericht ihre Einschätzung einer moderaten Erholung der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt bekräftigt. Gleichzeitig warnt das Kabinettsbüro jedoch eindringlich vor Abwärtsrisiken durch die US-Handelspolitik, die besonders die wichtige Autoindustrie treffen könnte.

Privater Konsum zeigt Stabilität

Positiv entwickelt sich der private Konsum, der mehr als die Hälfte der japanischen Wirtschaft ausmacht. Bereits den fünften Monat in Folge beschreibt die Regierung die Konsumentwicklung als "sich erholend". Dies deutet auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft hin, trotz externer Unsicherheiten.

Eine bedeutende Änderung gab es bei der Handels- und Dienstleistungsbilanz: Diese wurde von "im Defizit" auf "annähernd ausgeglichen" hochgestuft. Dies zeigt eine Verbesserung der außenwirtschaftlichen Position Japans.

Inflationsdruck lässt nach

Bei den Preisen zeichnet sich eine Entspannung ab. Der Anstieg der Lebensmittelkosten, Haupttreiber der Inflation, hat sich verlangsamt. Die Regierung beobachtet genau, ob sich diese Verlangsamung des Preisanstiegs fortsetzt.

Allerdings wirft die starke Yen-Abwertung seit Oktober neue Fragen auf. Die Währungsschwäche könnte den kostengetriebenen Preisdruck verstärken und die Prognosen der Zentralbank durchkreuzen.

Wirtschaftskontraktion im dritten Quartal

Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen Schwächen: Im dritten Quartal schrumpfte Japans Wirtschaft auf annualisierter Basis um 2,3 Prozent. Ein Exportrückgang infolge höherer Zölle führte zur ersten Kontraktion seit sechs Quartalen. Dies unterstreicht die Verwundbarkeit der exportorientierten japanischen Wirtschaft.

Bank of Japan hält Zinsen stabil

Die Bank of Japan (BOJ) wird bei ihrem zweitägigen geldpolitischen Treffen, das am Freitag endet, voraussichtlich ihre Zinssätze unverändert lassen. Erst im vergangenen Monat hatte die Notenbank den Leitzins auf ein 30-Jahres-Hoch von 0,75 Prozent angehoben.

Politische Unsicherheit belastet Märkte

Zusätzliche Unsicherheit kommt aus der Politik: Premierministerin Sanae Takaichi hat für den 8. Februar vorgezogene Parlamentswahlen ausgerufen. Sie sucht Unterstützung für ihre Politik erhöhter Staatsausgaben und einer zweijährigen Aussetzung der Verbrauchssteuer auf Lebensmittel.

Diese Vorschläge lösten bereits einen breiten Ausverkauf bei Anleihen, Währungen und Aktien aus. Investoren befürchten eine weitere Verschlechterung der ohnehin angespannten japanischen Staatsfinanzen. Die Regierung betont die Notwendigkeit, Marktbewegungen wachsam zu beobachten.

Japan WirtschaftUs-HandelspolitikBank Of JapanYenJapanische Konjunktur

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