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Trump dementiert Sanktions-Angebote: Iran erhält US-Vorschlag nach Katar-Gesprächen

US-Präsident widerspricht Axios-Bericht über Sanktionserleichterungen, während Teheran einen US-Vorschlag prüft.

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Trump dementiert Sanktions-Angebote: Iran erhält US-Vorschlag nach Katar-Gesprächen

US-Präsident Donald Trump hat Berichten widersprochen, wonach er Teheran im Austausch für Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm eine Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt habe. Die Bemühungen um eine Beilegung des siebenmonatigen Konflikts im Nahen Osten laufen unterdessen weiter. Damit bleibt die diplomatische Lage zwischen Washington und Teheran angespannt, obwohl beide Seiten offenbar weiter über Vermittler miteinander kommunizieren.

Wie ein Regierungssprecher mitteilte, hat der iranische Außenminister Abbas Araqchi am Mittwoch dem iranischen Kabinett einen US-Vorschlag vorgelegt. Zuvor hatte er im Laufe der Woche in Doha mit katarischen Vermittlern verhandelt. Katar setzt seine Bemühungen fort, einen dauerhaften Friedensschluss zwischen Washington und Teheran zu vermitteln. Der Golfstaat agiert damit erneut als zentraler Mittler in einem Konflikt, dessen Folgen weit über die Region hinausreichen.

Trump weist Axios-Bericht zurück

In einem Beitrag auf Truth Social wies Trump am späten Dienstag einen Bericht von Axios zurück. Das Medium hatte angedeutet, der US-Präsident sei bereit, Teheran Sanktionserleichterungen und die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder zu gewähren – im Gegenzug für „konkrete Schritte" im Bereich des Atomprogramms. Trump stellte diese Darstellung klar richtig. Für die Märkte ist die Frage von Sanktionslockerungen von erheblicher Bedeutung, da sie direkten Einfluss auf die Rohölversorgung und damit auf die Preisentwicklung hätte.

Die Ölpreise reagierten am Morgen mit Aufschlägen. Brent-Rohöl, der internationale Preisbenchmark, lag um 5:34 Uhr östlicher Zeit (ET) bei 103,78 US-Dollar pro Barrel, was einem Anstieg von 1,16 Prozent entspricht. Die Futures-Kurse für US-West-Texas-Intermediate (WTI) notierten bei 90,39 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 1,13 Prozent. Die Notierungen spiegeln die anhaltende Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts wider.

Für deutsche Anleger sind die Entwicklungen vor allem mit Blick auf Energiepreise und Inflationsrisiken relevant. Höhere Rohölnotierungen schlagen sich erfahrungsgemäß in Heizöl-, Benzin- und Strompreisen nieder und können die Inflation im Euroraum stützen. Auch die europäische Industrie, die bereits unter hohen Energiekosten leidet, dürfte die Preisentwicklung aufmerksam verfolgen. Ein dauerhafter Friedensschluss in der Region könnte dagegen mittelfristig für Entspannung an den Rohstoffmärkten sorgen.

Offen bleibt, welche konkreten Inhalte der US-Vorschlag umfasst, den Araqchi dem Kabinett präsentiert hat. Ebenso unklar ist, wie Teheran auf das Papier reagieren wird. Die widersprüchlichen Signale aus Washington – einerseits ein vermeintliches Angebot, andererseits dessen öffentliche Zurückweisung – dürften die Verhandlungen zusätzlich erschweren. Beobachter dürften in den kommenden Tagen vor allem auf offizielle Stellungnahmen aus Teheran und aus Doha achten.

Die siebenmonatige Auseinandersetzung hat die geopolitischen Risiken im Nahen Osten deutlich erhöht. Katar verfolgt nach eigener Darstellung weiterhin das Ziel, einen tragfähigen Frieden zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln. Ob der nun übergebene Vorschlag eine Grundlage dafür bietet, ist derzeit nicht absehbar. Die Marktteilnehmer werden die weitere Entwicklung engmaschig beobachten müssen, da jede neue Meldung aus Washington, Teheran oder Doha die Ölpreise kurzfristig bewegen kann.

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