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Trump belässt Powell an der Spitze der Fed

Designierter Präsident fordert dennoch mehr Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen

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Trump belässt Powell an der Spitze der Fed

Der designierte US-Präsident Donald Trump plant, US-Notenbankchef Jerome Powell auch nach seinem Amtsantritt im Januar im Amt zu belassen. In einem Interview mit NBC erklärte Trump, er sehe keinen Grund, Powell vorzeitig zu ersetzen, obwohl er in der Vergangenheit mehrfach mit dem Fed-Vorsitzenden über das Zinsniveau und die Geldpolitik aneinandergeraten war. "Ich glaube, wenn ich ihm sagen würde, er solle gehen, würde er es tun", äußerte Trump. Zugleich räumte er ein, dass Powell wohl bleiben würde, wenn er ihn lediglich darum bitten würde, sein Amt niederzulegen.

Powell selbst hatte bereits im vergangenen Monat deutlich gemacht, dass er sein Amt nicht vorzeitig räumen würde. Er wies darauf hin, dass es gesetzlich nicht möglich sei, ihn oder andere Fed-Gouverneure vor Ablauf ihrer Amtszeit zu entlassen. Dies schließt eine Amtszeit bis Mai 2026 ein, die Powell unter der Regierung von Präsident Joe Biden angetreten hatte. Ursprünglich war Powell jedoch von Trump selbst im Jahr 2018 als Nachfolger von Janet Yellen in das Amt des Fed-Vorsitzenden berufen worden. Janet Yellen wiederum wechselte später unter Biden ins Amt der Finanzministerin.

Während Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 kam es wiederholt zu Spannungen zwischen ihm und der Federal Reserve. Trump kritisierte damals die Zinsentscheidungen der unabhängigen Währungsbehörde scharf und warf ihr vor, das Wirtschaftswachstum durch zu hohe Zinssätze zu gefährden. Er bezeichnete die Entscheidungsträger der Fed in dieser Zeit als "ahnungslos" und äußerte mehrfach, dass er Powell entlassen könnte, falls er dies für notwendig halte.

Trotz dieser Konflikte scheint Trump nun eine pragmatische Haltung einzunehmen. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass er zwar weiterhin Mitspracherecht bei geldpolitischen Entscheidungen einfordert, jedoch nicht aktiv versucht, die Unabhängigkeit der Federal Reserve zu untergraben. Powell bleibt damit vorerst an der Spitze der US-Notenbank, während Trump darauf hinarbeitet, nach seinem Amtsantritt als Präsident stärker in die Geldpolitik einzuwirken.

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