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Trip.com-Aktie bricht um 22% ein: Kartelluntersuchung in China

Die Aktien von Trip.com, Asiens größtem Online-Reisebüro, sind am Donnerstag um über 20% eingebrochen. Auslöser ist eine Kartelluntersuchung der chinesischen Behörden wegen des Verdachts auf Monopolmissbrauch.

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Trip.com-Aktie bricht um 22% ein: Kartelluntersuchung in China

Die Trip.com Group Ltd verzeichnete am Donnerstag im Hongkonger Handel einen dramatischen Kurseinbruch. Die Aktie fiel zeitweise um 22% auf HK$446,0 und war damit der schwächste Wert im Hang Seng Index. Es handelt sich um den größten intraday Verlust in der Unternehmensgeschichte.

Kartellbehörde ermittelt wegen Monopolverdacht

Auslöser des Kursrutsches ist eine Untersuchung der chinesischen Staatlichen Marktregulierungsbehörde (SAMR). Die Behörde teilte am späten Mittwoch mit, sie ermittle gegen Trip.com wegen des Verdachts auf monopolistische Praktiken und Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Das Unternehmen kündigte an, vollständig mit den Ermittlungen zu kooperieren.

Marktführer mit globaler Reichweite

Trip.com ist eine der größten Reise-Websites weltweit und verfügt über umfangreiche Beteiligungen und Geschäftstätigkeiten weit über das chinesische Festland hinaus. Dennoch bleibt China der wichtigste Markt für das Unternehmen. Im Jahr 2025 verzeichnete die Aktie bislang nur einen moderaten Anstieg von 2,6% und blieb damit deutlich hinter der Entwicklung des Hang Seng Index zurück.

Schwache Reisetrends belasten Geschäft

Die verhaltene Kursentwicklung spiegelt die anhaltende Schwäche der chinesischen Reisebranche wider. Allerdings zeigten sich Ende 2025 erste Anzeichen einer Erholung. Analysten prognostizieren für 2026 eine deutliche Belebung des Tourismus, insbesondere vor dem Hintergrund der fortgesetzten Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stützung der Konsumausgaben.

Auswirkungen auf den Hang Seng Index

Der Hang Seng Index gab am Donnerstag um 0,5% nach, wobei die Verluste von Trip.com maßgeblich zur Indexschwäche beitrugen. Für Anleger stellt sich nun die Frage, welche Konsequenzen die Kartelluntersuchung für das Geschäftsmodell und die Marktposition des Unternehmens haben wird.

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