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ASML erreicht Rekordhoch nach TSMC-Zahlen – Chipsektor boomt

Die ASML-Aktie klettert auf ein Allzeithoch und durchbricht die 500-Milliarden-Dollar-Marke. Auslöser ist ein Rekordquartal von TSMC, das die gesamte europäische Halbleiterbranche beflügelt.

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ASML erreicht Rekordhoch nach TSMC-Zahlen – Chipsektor boomt

Die niederländische ASML Holding hat am Donnerstag ein neues Rekordhoch erreicht und festigt damit ihre Position als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Europas. Die Aktie des Halbleiterausrüsters stieg in Amsterdam auf bis zu 1.167 Euro, was einer Marktkapitalisierung von rund 443 Milliarden Euro entspricht. Gegen Mittag notierte das Papier bei 1.139 Euro – ein Plus von etwa 5 Prozent.

Europäischer Chipsektor profitiert von TSMC-Zahlen

Der Kurssprung folgt auf außergewöhnlich starke Quartalszahlen des taiwanesischen Chipgiganten TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company). Die Begeisterung erfasste den gesamten europäischen Halbleitersektor: ASM International schoss um mehr als 8 Prozent nach oben, BE Semiconductor legte 6 Prozent zu, STMicroelectronics gewann 1,2 Prozent und ARM Holdings kletterte im US-Vorbörshandel um 2,8 Prozent.

TSMC meldet Rekordgewinn von 16 Milliarden Dollar

TSMC beendete das Jahr 2025 mit einem weiteren Rekordquartal. Der Nettogewinn stieg im vierten Quartal um 35 Prozent auf 505,74 Milliarden Taiwan-Dollar, umgerechnet 16,04 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips die Analystenerwartungen von 465,83 Milliarden Taiwan-Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte um 20,5 Prozent auf 1,046 Billionen Taiwan-Dollar.

Für das Gesamtjahr meldete TSMC einen Umsatz von 3,809 Billionen Taiwan-Dollar. Das Unternehmen profitiert massiv vom anhaltenden KI-Boom und der damit verbundenen Nachfrage nach Hochleistungschips.

Massive Investitionen in KI-Kapazitäten geplant

TSMC sieht sich im Zentrum des "KI-Megatrends" und reagiert mit enormen Investitionen. Die Kapitalausgaben könnten 2026 um bis zu 37 Prozent auf 56 Milliarden Dollar steigen. Auch für 2027 und 2028 plant das Unternehmen "erhebliche" Investitionen, um die wachsende Nachfrage seiner Kunden zu bedienen.

Für das erste Quartal 2026 prognostiziert TSMC einen Umsatzanstieg von bis zu 40 Prozent auf 35,8 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Wachstum von fast 30 Prozent in US-Dollar.

CEO warnt vor KI-Blase

Trotz der Euphorie schlug TSMC-Chef C.C. Wei vorsichtige Töne an. Auf Fragen zu einer möglichen KI-Blase antwortete er: "Wir sind diesbezüglich auch sehr nervös. Wir investieren 52 bis 56 Milliarden Dollar in unsere Investitionsausgaben. Wenn wir das nicht sorgfältig täten, wäre das mit Sicherheit eine Katastrophe für TSMC."

Expansion in den USA schreitet voran

Parallel zu den Rekordgewinnen baut TSMC seine Präsenz in den USA massiv aus. Das Unternehmen, das unter anderem Nvidia und Apple beliefert, hat zusätzlich zu den bereits zugesagten 65 Milliarden Dollar für drei Fabriken in Arizona weitere 100 Milliarden Dollar für US-Investitionen angekündigt. Eine der Arizona-Fabriken ist bereits in Betrieb.

Die starken Zahlen verschaffen TSMC finanzielle Spielräume, während das Unternehmen mit Lieferengpässen und politischem Druck kämpft, mehr Produktion in die USA zu verlagern. Für europäische Zulieferer wie ASML bedeutet die Investitionsoffensive des taiwanesischen Konzerns eine gesicherte Auftragslage für die kommenden Jahre.

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