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Thailands Aktienmarkt: Zweite Hausse in Folge für 2027 erwartet

Analysten von ttb wealth securities prognostizieren für den thailändischen SET-Index 2027 ein Kursziel von 1850 Punkten.

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Thailands Aktienmarkt: Zweite Hausse in Folge für 2027 erwartet

Thailands Aktienmarkt steht laut einer aktuellen Analyse von ttb wealth securities vor einem weiteren starken Jahr. Research-Leiterin Pimpaka Nichgaroon erwartet für 2027 das zweite Hausse-Jahr in Folge am thailändischen Aktienmarkt. Als zentrale Treiber nennt sie „selbsterfüllende Effekte" inmitten der wirtschaftlichen Erholung des Landes, deutlichere Investitionen sowie einen globalen Boom bei künstlicher Intelligenz.

Unter „selbsterfüllenden Effekten" versteht das Brokerhaus einen sich gegenseitig verstärkenden Kreislauf: Starke Investitionen und Exporte sollen das Einkommen und den Wohlstand über den Aktienmarkt und steigende Grundstückspreise sowie ein wachsendes Kreditvolumen ankurbeln. Dieser Mechanismus gilt als wichtiger Impulsgeber für die Binnenwirtschaft Thailands, die sich nach den Belastungen der vergangenen Jahre in einer Erholungsphase befindet.

Zusätzlich erwartet ttb wealth securities eine höhere Investitionstätigkeit in Schlüsselbereichen wie der Infrastruktur des Landes sowie in Projekten im Zusammenhang mit dem sogenannten Power Development Plan – einem staatlichen Programm zur Entwicklung der Energieversorgung Thailands.

Kursziele für SET-Index angehoben

Das Brokerhaus führt ein neues Kursziel von 1850 Punkten für den thailändischen SET-Index für das Jahr 2027 ein. Das bestehende Ziel für 2026 von 1720 Punkten bleibt unverändert bestehen. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte der SET-Index zuletzt 0,2 Prozent tiefer bei 1574,10 Punkten – das Aufwärtspotenzial bis zum 2027er-Ziel beträgt damit rund 17 Prozent.

Für deutsche Anleger, die in Schwellenländer-Investments diversifizieren möchten, ist Thailand ein interessanter Markt: Das Land gilt als eine der stabileren Volkswirtschaften in Südostasien und profitiert von seiner Rolle als Produktions- und Exportstandort in der Region.

Chinas wachsende Rolle in der globalen KI-Lieferkette

Parallel dazu analysieren Experten von Goldman Sachs die sich verändernde technologische Landschaft zwischen China und dem Westen. Die Analysten stellen fest, dass sich die technologische Lücke zwischen beiden Blöcken zunehmend schließt. China spielt demnach sowohl in der von den USA geführten globalen KI-Lieferkette als auch in einem autarken heimischen KI-Ökosystem eine entscheidende Rolle.

Als zentraler Exporteur für die globale KI-Lieferkette profitiert China von starken Fertigungskapazitäten und hoher Kostenwettbewerbsfähigkeit. Besonders auffällig ist die Dominanz bei bestimmten Schlüsselmaterialien und -komponenten: Chinas Exporte von Seltenen Erden, Energieanlagen, Leiterplatten, optischen Transceivern und Halbleitern in ausgereiften Verfahrensknoten machen laut Goldman Sachs über 50 Prozent des weltweiten Marktanteils in ihren jeweiligen Segmenten aus.

Im Inland hat China laut Goldman Sachs schrittweise ein intern zirkulierendes KI-Ökosystem aufgebaut. Dieses deckt bestimmte „Engpässe" in der Wertschöpfungskette ab, die historisch vom Westen dominiert wurden – insbesondere bei fortschrittlichen Logik- und Speicherchips sowie beim sogenannten Chip-Packaging, also der Verpackung und Montage von Halbleitern. Diese Entwicklung dürfte die geopolitischen Spannungen rund um Technologieexporte und Halbleiter-Sanktionen weiter befeuern.

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