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Tesla benennt FSD in Europa zu „Assisted Driving" um

Auf Eigeninitiative und mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums führt Tesla in Europa einen neuen Namen für sein Fahrassistenzsystem ein.

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Tesla benennt FSD in Europa zu „Assisted Driving" um

Tesla gibt seinem umstrittenen Fahrassistenzsystem in Europa einen neuen Namen. Aus „Full Self-Driving (Supervised)" – auf Deutsch „Voll-Selbstständiges Fahren (Überwacht)" – wird künftig „Tesla Assisted Driving". Die Umbenennung erfolgte laut Bundesverkehrsministerium auf Eigeninitiative des Unternehmens. In den USA hält Tesla dagegen weiterhin am bisherigen Namen „Full Self-Driving (Supervised)" fest.

Hinter dem Namenswechsel steckt eine jahrelange Debatte über irreführende Bezeichnungen. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass der Begriff „Full Self-Driving" – zu Deutsch „Vollständig selbstfahrend" – bei Fahrern den falschen Eindruck erweckt, das Fahrzeug fahre vollständig autonom. Tatsächlich bleibt der Fahrer jedoch stets haftbar. Tesla hatte bereits früher auf Kritik reagiert und den Zusatz „Supervised" (Überwacht) eingeführt – mit der Idee, diesen Zusatz erst dann wegfallen zu lassen, wenn keine menschliche Aufsicht mehr nötig ist. Auch der frühere Name „Autopilot" wurde nach Gerichtsstreitigkeiten aufgegeben.

Klare Bedingungen für die Zulassung

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) unterstützt eine europaweite Zulassung des Systems – allerdings unter strengen Auflagen. Der Fahrer bleibt laut Ministerium „zu 100 Prozent verantwortlich für die sichere Fahrzeugführung". Zudem darf das System die jeweils geltende Höchstgeschwindigkeit um maximal 10 Prozent überschreiten. Bilger sprach in diesem Zusammenhang von einer „konstruktiven Einigung". Bislang ist das System in Europa nur in einzelnen Ländern zugelassen – Tesla bemüht sich jedoch seit Längerem um eine breitere europäische Genehmigung.

Für Privatanleger ist die Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Eine europaweite Zulassung würde Tesla den Zugang zu einem bedeutenden Markt eröffnen und könnte die Einnahmen aus dem Fahrassistenz-Segment deutlich steigern. Gleichzeitig zeigt die Umbenennung, dass regulatorischer Druck und öffentliche Kritik das Unternehmen zu Anpassungen zwingen – ein Zeichen dafür, dass Tesla in Europa stärker unter Beobachtung steht als in den USA.

Technologischer Wettbewerb mit Waymo

Im Hintergrund läuft ein intensiver Wettbewerb um die Führerschaft beim autonomen Fahren. Während Tesla ausschließlich auf Kameras setzt, nutzt Konkurrent Waymo – eine Schwesterfirma von Google – zusätzlich Radar und Lidar. Kritiker werfen Teslas Kamera-only-Ansatz vor, bei schlechter Sicht oder grellem Licht Sicherheitslücken aufzuweisen. Waymo gilt technologisch als Maßstab in der Branche, operiert bislang aber in einem deutlich engeren geografischen Rahmen.

Auch intern kämpft Tesla mit Herausforderungen rund um das autonome Fahren. Das Unternehmen hat bereits mit der Produktion eines Robotaxis ohne Lenkrad und Pedale begonnen – geriet dabei jedoch in Konflikt mit der US-Straßenverkehrsaufsicht wegen eines fehlenden Bremspedals. Elon Musk verspricht vollständig autonomes Fahren bereits seit einem Jahrzehnt. Die Umbenennung in Europa ist ein weiterer Schritt auf einem langen Weg – und zeigt, wie komplex die regulatorische und technologische Realität hinter dem Versprechen des selbstfahrenden Autos tatsächlich ist.

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