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Switch strebt Bewertung von über 50 Milliarden Dollar an

Der Rechenzentrumsentwickler führt Gespräche mit KKR, Brookfield und weiteren Investoren – ein Börsengang könnte folgen.

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Switch strebt Bewertung von über 50 Milliarden Dollar an

Der US-amerikanische Rechenzentrumsentwickler Switch führt Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalaufnahme bei einer Bewertung von mindestens 50 Milliarden US-Dollar. Das berichtete das Technologiemagazin The Information am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren, und Switch reagierte außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

An den Gesprächen sollen demnach namhafte Finanzinvestoren beteiligt sein. Zu den potenziellen Geldgebern zählen laut dem Bericht Brookfield Asset Management, KKR sowie weitere Private-Equity-Firmen und institutionelle Investoren. Die Investmentbanken Goldman Sachs und JP Morgan unterstützen Switch bei der Strukturierung der Finanzierungsrunde.

Börsengang bereits 2027 möglich

Die geplante Kapitalaufnahme könnte laut The Information den Weg für einen Börsengang ebnen, der bereits im nächsten Jahr stattfinden könnte. Für Switch wäre ein IPO ein bedeutender Schritt: Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von CEO Rob Roy gegründet und hat seinen Hauptsitz in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Seitdem hat sich Switch zu einem der bekannteren Rechenzentrumsbetreiber in den Vereinigten Staaten entwickelt.

Zu den Kunden von Switch zählen laut der Unternehmenswebsite einige der bekanntesten Technologie- und Industriekonzerne weltweit, darunter Nvidia, Tesla, FedEx und Logitech. Diese Kundenliste unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens im wachsenden Markt für Rechenzentrumsinfrastruktur.

KI-Boom befeuert Nachfrage nach Rechenzentren

Der Hintergrund dieser Entwicklung ist der rasante Aufstieg der künstlichen Intelligenz. Das schnelle Wachstum von KI-Anwendungen hat die Transaktionsaktivität in der Rechenzentrums- und Serverbranche deutlich angekurbelt. Unternehmen weltweit investieren massiv in die notwendige Infrastruktur, um KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben – Rechenzentren sind dabei das Rückgrat.

Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung im Kontext des globalen KI-Infrastrukturbooms einzuordnen. Große Private-Equity-Häuser wie KKR und Brookfield Asset Management sind bereits seit Längerem aktiv auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten in diesem Segment. Eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar würde Switch in die Liga der wertvollsten privaten Infrastrukturunternehmen weltweit katapultieren.

Ob und wann die Finanzierungsrunde offiziell abgeschlossen wird, ist derzeit noch offen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob ein möglicher Börsengang tatsächlich bereits 2027 realisiert werden kann. Die Beteiligung von Goldman Sachs und JP Morgan als begleitende Banken deutet jedoch darauf hin, dass die Planungen bereits konkrete Formen annehmen.

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