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Südafrikas Industrie: Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe bei Bergbau-Minus

Gemischtes Bild: Fertigungsproduktion steigt um 1,1 %, Bergbau bricht um 7,5 % ein.

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Südafrikas Industrie: Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe bei Bergbau-Minus

Die südafrikanische Wirtschaft zeigt im Juli ein gemischtes Bild: Während das verarbeitende Gewerbe ein moderates Wachstum verzeichnete, musste der Bergbausektor deutliche Einbußen hinnehmen. Die nationale Statistikbehörde Statistics South Africa (Stats SA) veröffentlichte am Donnerstag die aktuellen Produktionsdaten für beide Schlüsselbranchen.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stieg im Juli um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies stellt eine deutliche Erholung dar, nachdem im Juni noch ein revidierter Rückgang von 1,8 Prozent verzeichnet worden war. Auf Monatsbasis legte die Fertigungsproduktion um 2,2 Prozent zu, womit sie an das Wachstum von 0,8 Prozent im Vormonat anknüpfen konnte.

Bergbausektor mit deutlichem Produktionseinbruch

Ganz anders präsentiert sich die Lage im Bergbausektor. Laut Stats SA musste dieser einen Rückgang der Produktion um 7,5 Prozent im Jahresvergleich hinnehmen. Hauptverantwortlich für diese negative Entwicklung waren die Sektoren Platingruppenmetalle (PGM), die um 13,5 Prozent einbrachen und damit 3,2 Prozentpunkte zum Gesamtrückgang beitrugen. Auch Kohle (-7,5 Prozent; -2 Prozentpunkte) und Eisenerz (-8,1 Prozent; -1,3 Prozentpunkte) belasteten das Gesamtergebnis erheblich.

Saisonbereinigt sank die Bergbauproduktion im Juli um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Für den Dreimonatszeitraum bis Juli ergibt sich ein saisonbereinigtes Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Besonders stark fielen hier die Rückgänge bei PGM (-14,3 Prozent), Manganerz (-6,7 Prozent) und Gold (-4,6 Prozent) ins Gewicht.

Mineralverkäufe ebenfalls rückläufig

Parallel zur Produktion entwickelten sich auch die Mineralverkäufe zu laufenden Preisen rückläufig. Im Juli sanken diese um 5,6 Prozent im Jahresvergleich. Besonders stark wirkte sich hier der Einbruch bei Gold mit einem Minus von 33,4 Prozent aus. Demgegenüber konnten Chromerz (+20 Prozent) und Kohle (+5 Prozent) positive Impulse setzen.

Auf saisonbereinigter Basis verzeichneten die Mineralverkäufe im Juli einen monatlichen Rückgang von 15,1 Prozent sowie ein Minus von 10 Prozent im Dreimonatsvergleich zum Vorquartal.

Bewertung für deutsche Anleger

Für deutsche Investoren, die in südafrikanische Rohstoffwerte oder Industrieunternehmen engagiert sind, liefern die Daten wichtige Signale. Die Erholung im verarbeitenden Gewerbe deutet auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der südafrikanischen Wirtschaft hin. Gleichzeitig bleibt der Bergbausektor, ein traditionelles Rückgrat der südafrikanischen Volkswirtschaft, unter Druck. Die anhaltenden Schwächen bei Platin, Gold und Kohle könnten die Umsätze und Margen der dort tätigen Unternehmen in den kommenden Quartalen weiter belasten.

Die gemischten Konjunkturdaten aus Südafrika unterstreichen die anhaltenden strukturellen Herausforderungen des Landes, darunter eine schwache Infrastruktur, Energieunsicherheit und globale Rohstoffpreisschwankungen. Anleger sollten die weitere Entwicklung der beiden Schlüsselsektoren genau im Auge behalten.

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