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Fertitta und Icahn kämpfen um Übernahme von Caesars Entertainment

Exklusive Verhandlungen laufen – der Deal könnte den US-Casinomarkt grundlegend verändern.

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Fertitta und Icahn kämpfen um Übernahme von Caesars Entertainment

Der US-Casinoriese Caesars Entertainment steht im Mittelpunkt eines milliardenschweren Bieterstreits. Tilman Fertittas Unternehmen Fertitta Entertainment befindet sich derzeit in exklusiven Verhandlungen über eine Übernahme – und das zu einem Preis von 32 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Eigenkapitalwert von 6,5 Milliarden US-Dollar. Inklusive der erheblichen Schuldenlast von Caesars ergibt sich ein Unternehmenswert von 31,5 Milliarden US-Dollar.

Die Gespräche finden laut CNBC und Reuters an diesem Wochenende im Hauptsitz von Fertitta, dem Post Oak Hotel in Houston, statt. Für die Verhandlungen gilt ein 45-tägiges Exklusivitätsfenster. Ein Abschluss der Transaktion wird frühestens für 2027 erwartet. Das Wall Street Journal berichtete zuvor sogar von einem Fertitta-Gebot in Höhe von 34 US-Dollar je Aktie, was den Eigenkapitalwert auf rund 7 Milliarden US-Dollar heben würde.

Icahn als Störfaktor im Hintergrund

Parallel zu den Exklusivgesprächen mischt Investor Carl Icahn den Bieterstreit auf. Der aktivistische Investor hatte bereits im Januar ein freundliches Übernahmeangebot von 28,50 US-Dollar je Aktie vorgelegt und zuletzt auf 33 US-Dollar nachgebessert. Caesars lehnte beide Angebote zugunsten der Verhandlungen mit Fertitta ab.

Laut Insidern verfolgt Icahn das Ziel, Caesars mit einem großen digitalen Glücksspielunternehmen zu fusionieren. Beobachter vermuten jedoch auch, dass Icahn mit seinen Geboten den Aktienkurs gezielt in die Höhe treibt, um den Wert seiner eigenen Beteiligung zu steigern. Seine Position umfasst laut FactSet rund 1,2 Prozent der ausstehenden Aktien – inklusive Derivaten sollen es etwa 18 Millionen Anteile sein.

Caesars kämpft mit strukturellen Problemen

Die Ausgangslage für Caesars ist alles andere als komfortabel. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt vier Quartale in Folge Verluste und kämpft mit sinkenden Besucherzahlen in Las Vegas. Auch das digitale Glücksspielgeschäft steht unter Beobachtung.

CEO Tom Reeg hatte früher eine Abspaltung der Digitalsparte erwogen, zeigt sich angesichts gefallener Bewertungen von Wettbewerbern wie FanDuel (Flutter) und DraftKings jedoch zunehmend skeptisch. Tilman Fertitta selbst ist bereits maßgeblich an Wynn Resorts beteiligt und hält Anteile an DraftKings – was regulatorische Fragen aufwirft. Der Immobilien-REIT VICI, Eigentümer zahlreicher Caesars-Liegenschaften, hat zwar kein Mitspracherecht bei der Übernahme, wird den Prozess aber genau beobachten.

Caesars Entertainment erklärte auf Anfrage von Reuters, man kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht. Fertitta Entertainment und Icahn Enterprises ließen entsprechende Anfragen zunächst unbeantwortet.

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