Sranan Gold meldet 20,89 g/t Gold in 101-Zone von Lawatino
Sranan Gold hat bei Kanalproben im Graben 26LACH-008 der 101-Zone ein 3-Meter-Intervall mit 20,89 Gramm Gold pro Tonne nachgewiesen.

Sranan Gold Corp. meldet neue hochgradige Gold-Assay-Ergebnisse aus laufenden Grabungen und Kanalprobenahmen an der 101-Zone seines 18.468 Hektar großen Lawatino-Goldprojekts im südöstlichen Suriname. Das Projekt liegt unmittelbar westlich des Antino-Goldgrundstücks von Founders Metals. Im Zentrum der Mitteilung steht ein 3 Meter langes Intervall mit einer Gehaltswertung von 20,89 Gramm pro Tonne Gold (g/t Au) aus dem Graben 26LACH-008.
Dieses Intervall besteht aus drei aufeinanderfolgenden 1-Meter-Kanalproben mit Gehaltswertungen von 55,04, 3,96 und 3,66 g/t Au. Damit erreicht bereits eine einzelne Kanalprobe einen Wert von mehr als 55 Gramm Gold pro Tonne. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass Kanalintervalle Probenahmelängen sind und die Orientierung und Geometrie der mineralisierten Strukturen noch nicht ausreichend verstanden sind, um wahre Mächtigkeiten zu bestimmen.
Ergänzt werden die Kanalproben durch Probenahmen vor Ort (Grab Samples) aus demselben Bereich, die Assays mit Werten von bis zu 57,58 g/t Au ergaben. Sranan Gold ist an der Canadian Securities Exchange unter dem Kürzel SRAN notiert und wird darüber hinaus unter OTCQB: SRANF, FSE: P84 sowie Tradegate: P84 gehandelt.
Die Details
Neben dem 3-Meter-Intervall im Graben 26LACH-008 meldet das Unternehmen weitere, kürzlich aus der 101-Zone entnommene Probenahmen vor Ort. Diese ergaben Werte von 57,58 g/t Au, 4,62 g/t Au, 4,50 g/t Au und 4,14 g/t Au. Die 101-Zone liegt in einem Gebiet mit umfangreichen historischen Alluvialbergbauaktivitäten. Zugleich betont Sranan, dass Probenahmen vor Ort selektiver Natur sind und möglicherweise nicht die durchschnittlichen Gehalte über die gesamte mineralisierte Zone repräsentieren.
Das 3 Meter lange Intervall mit einem Gehalt von 20,89 g/t Au verläuft entlang einer Serie von nordwest-südöstlich streichenden Scherzonen. Dort hatten erste Gesteinsprobenahmen vor Ort Werte von bis zu 101,5 g/t Au ergeben, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 14. Juli 2026 berichtete. Diese Werte sind mit stark verwitterten saprolitischen Basalten verbunden, die von geäderten Quarzgängen durchzogen werden.
Auf Projektebene hat Auracle für Sranan unter Verwendung seiner MUD® SAR-Fernerkundungstechnologie ein Bruchdichtemodell erstellt. Dieses skizziert Zonen interpretierter struktureller Komplexität über Lawatino und den umliegenden Distrikt. Das Modell zeigt eine vorherrschend nordwest-südöstliche regionale Strukturtextur, die mit der Zentral-Guiana-Scherzone („CGSZ“) verbunden ist – ein ähnlicher Trend wie die Goldmineralisierung, die entlang der 101- und Bodoe-Zonen definiert wurde.
Lawatino liegt unmittelbar westlich des angrenzenden Antino-Projekts von Founders Metals entlang des regionalen Korridors der CGSZ im südöstlichen Suriname. Derselbe regionale Korridor ist mit Mineralisierungen am Antino-Projekt und am Sela-Creek-Projekt von Miata Metals verbunden. Sranan betont allerdings, dass Mineralisierungen auf benachbarten Grundstücken nicht unbedingt ein Indikator für Mineralisierungen in Lawatino sind.
Für die Qualitätssicherung setzt das Unternehmen auf ein mehrstufiges Verfahren. Proben werden von Sranan-Geologen gesammelt, in Probensäcke gegeben und mit Barcodes versehen, die über die Bedrock-Anwendung (Rogue Geoscience) erfasst werden. Wöchentlich werden die Proben versiegelt an die Filab-Vorbereitungseinrichtung in Paramaribo, Suriname, versandt. Filab ist ein nach ISO 9001:2015 zertifiziertes Bureau Veritas Labor, das unabhängig vom Unternehmen ist.
Die Proben werden zu 75 Prozent, die ein 2,35-mm-Sieb passieren, riffelgeteilt (700 g) und zu Pulver zermahlen, wobei 85 Prozent ein 88-µm-Sieb passieren. Analysiert wird mittels eines 50-Gramm-Feuerassays mit Atomic-Absorption-Finish. Alle Proben mit mehr als 2 g/t Au sowie alle Proben mit während der Probenahme sichtbarem Gold werden mit einem 50-Gramm-Nachassay und einem gravimetrischen Assay erneut analysiert. Datenqualitätsprobleme wurden durch das QA/QC-Programm von Filab nicht angezeigt.
Herr Michael Dufresne, M.Sc., P.Geo., ein „Qualifizierter Sachverständiger“ gemäß National Instrument 43-101, hat die wissenschaftlichen und technischen Informationen geprüft und ist unabhängig vom Unternehmen.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 24.09.2026 berichtete aktien.news, dass Sranan Gold den Zeitpunkt des Wechsels seines Abschlussprüfers präzisiert hat. Der Wechsel von DMCL LLP, Chartered Professional Accountants, zu Crowe Mackay LLP, Chartered Professional Accountants, wurde zum 15. September 2026 wirksam; Hintergrund der Klarstellung war ein administrativer Fehler im Zusammenhang mit einer früheren Pressemitteilung des Unternehmens vom 10. September 2026.
Auch die Nachbarschaft des Projekts rückt wiederholt in den Fokus. Am 07.10.2026 meldete aktien.news, dass Founders Metals neue Bohrergebnisse aus der Upper Antino-Froyo-Zone veröffentlichte – darunter das Bohrloch FR256, das 54,0 Meter mit 8,45 g/t Gold ab 303,0 Metern Tiefe durchschnitt, einschließlich 24,0 Meter mit 17,42 g/t Gold.
Am 01.10.2026 berichtete aktien.news zudem über Miata Metals, dessen Bohrungen am Sela-Creek-Projekt in Suriname gestapelte, hochgradige Aufschlüsse im Jons-Trend zutage förderten. Das Bohrloch 26DDH-JT-023 lieferte über eine Mächtigkeit von 35 Metern einen Goldgehalt von 3,41 g/t Gold aus einer Tiefe von 97,7 Metern.
Was das für Anleger bedeutet
Die neuen Ergebnisse sind Oberflächenbefunde und noch keine Bohrresultate. Kanalproben und selektive Probenahmen vor Ort liefern Hinweise auf hochgradige Zonen, ersetzen aber keine systematische Bohruntersuchung. Sranan selbst weist ausdrücklich darauf hin, dass Probenahmen vor Ort selektiv sind und nicht zwingend die durchschnittlichen Gehalte der gesamten mineralisierten Zone widerspiegeln.
Für die Einordnung ist die Lage des Projekts zentral: Lawatino grenzt unmittelbar an das Antino-Projekt von Founders Metals und liegt im selben regionalen Strukturkorridor der Zentral-Guiana-Scherzone, entlang dessen auch das Sela-Creek-Projekt von Miata Metals liegt. Sranan betrachtet die Lage, die historischen handwerklichen Bergbauaktivitäten, die neu auftauchenden Ergebnisse hochgradiger Oberflächenprobenahmen und die kartierte strukturelle Umgebung als überzeugende Kombination für eine systematische Exploration. Das Unternehmen schränkt jedoch ein, dass Mineralisierungen auf benachbarten Grundstücken nicht unbedingt ein Indikator für Mineralisierungen in Lawatino sind.
Ausblick
Die geologischen Teams von Sranan graben weiterhin Gräben und entnehmen systematisch Proben an Aufschlüssen in regelmäßigen Abständen zwischen der 101- und der Bodoe-Zone. Ziel ist es, die Verteilung, den Maßstab und die strukturellen Kontrollen der Goldmineralisierung entlang des etwa 1,5 Kilometer langen nordwest-südöstlichen Trends zu definieren. Die Exploration wird auch im weiteren Verlauf des 18.468 Hektar großen Projekts fortgesetzt, unter anderem mit geologischer Kartierung, Oberflächenprobenahmen, der Bewertung historischer handwerklicher Bergbaubereiche und der Interpretation der MUD® SAR-Daten.
CEO Oscar Louzada erklärte: „Unsere neuesten Ergebnisse aus Kanal- und Probenahmen vor Ort tragen zum wachsenden Bild hochgradiger Goldvorkommen in der 101-Zone bei.“ Zugleich betonte er: „Wir haben nur einen kleinen Teil des 18.468 Hektar großen Grundstücks untersucht. Unsere unmittelbare Priorität besteht darin, die Orientierung, Verteilung und Ausdehnung der Mineralisierung durch weitere Grabungen, Kartierungen und Probenahmen besser zu definieren und diese Ergebnisse zu nutzen, um hochrangige Ziele für ein Bohrprogramm der Phase I Anfang 2027 voranzutreiben.“
Abhängig von Explorationsergebnissen, logistischen Aspekten und anderen üblichen Erwägungen plant Sranan derzeit, die Verlegung von Bohrgeräten nach Lawatino Anfang 2027 zu beginnen, um ein erstes Bohrprogramm zu ermöglichen.
Kurz erklärt
- g/t Au: Gramm Gold pro Tonne Gestein – die gängige Maßeinheit für Goldgehalte in Gesteinsproben.
- Kanalprobe: Eine über eine definierte Länge aus dem Gestein geschlagene Probe, die einen Abschnitt einer mineralisierten Struktur abbildet.
- Probenahme vor Ort: Eine gezielt an einer aussichtsreichen Stelle entnommene Gesteinsprobe.
- Alluvialbergbau: Der Abbau von Gold aus Fluss- und Schwemmsedimenten statt aus festem Gestein.
- Zentral-Guiana-Scherzone: Eine regionale geologische Störungszone, entlang derer in Suriname Goldmineralisierungen auftreten.
