GoldHaven durchbohrt polymetallische Sulfidzonen in der Magno D Zone
Vier von fünf Bohrungen treffen semi-massive bis massive Sulfidmineralisation; pXRF-Spotwerte erreichen bis 41,1 Prozent Zink.

GoldHaven Resources Corp. (CSE: GOH) (OTCQB: GHVNF) (FSE: 4QS) hat am 22. Oktober 2026 ein Update zu seinem laufenden Diamantbohrprogramm am Silber-Blei-Zink-Zielgebiet D Zone vorgelegt. Das Zielgebiet liegt innerhalb des Flaggschiff-Projekts Magno im Nordwesten der kanadischen Provinz British Columbia. Vier der fünf abgeschlossenen Bohrungen schnitten nach Unternehmensangaben semi-massive bis massive sulfidische Mineralisation im Bereich Middle D an.
Besonders hervorzuheben sind die Bohrlöcher GOH26-10 und GOH26-13. Sie trafen jeweils rund 10,75 Meter beziehungsweise 13 Meter kumulative sulfidische Mineralisation über separate Intervalle an. GOH26-10 durchteufte mehrere mineralisierte Horizonte mit sichtbarem Galenit und Sphalerit sowie arsenpyritreichen Sulfiden und granathaltigem Skarn.
Damit unterstreicht das Unternehmen den polymetallischen Charakter des Zielgebiets. Die vorläufige portable Röntgenfluoreszenzanalyse (pXRF) ausgewählter Bohrkerne ergab einzelne Spot-Messwerte von bis zu 411.000 ppm Zink (41,1 Prozent Zn), 38.500 ppm Blei (3,85 Prozent Pb) und 17.600 ppm Zinn (1,76 Prozent Sn). Labormessergebnisse stehen noch aus.
Die Details
GoldHaven hat fünf Diamantbohrungen von zwei Bohrstellen abgeschlossen, die etwa 75 Meter voneinander entfernt im Bereich Middle D der historisch als D Zone bezeichneten Zone liegen. Vier der fünf Bohrungen schnitten semi-massive bis massive sulfidische Mineralisation innerhalb einer geophysikalischen Anomalie an, die in einer Luftaufnahmesurvey identifiziert wurde, die das Unternehmen Anfang 2026 durchführte. Aktuell arbeitet das Unternehmen an der Bohrung GOH26-14 weiter und bewertet die Verteilung und Geometrie der Mineralisation.
Die detaillierten geologischen Beobachtungen zu GOH26-10 zeigen vier distincte mineralisierte Zonen zwischen etwa 58,8 und 138,1 Metern Bohrlochtiefe. Darin enthalten sind 10,75 Meter kumulative semi-massive bis massive sulfidische Mineralisation sowie zusätzliche 0,7 Meter mineralisierter Skarn über separate Intervalle. Die obere Zone (58,8 bis 62,15 Meter) enthält sichtbaren Galenit und Sphalerit, assoziiert mit Pyrit und Pyrrhotin. Tiefer liegende Intervalle (91,9 bis 98,0 Meter und 134,2 bis 135,5 Meter) enthalten überwiegend Pyrit, Pyrrhotin und Arsenopyrit, lokal beobachtet mit Sphalerit, berichtetem Cassiterit und Hämatit-Alteration. Ein viertes Intervall (137,4 bis 138,1 Meter) besteht aus granathaltigem, hämatitalteriertem Skarn.
Die pXRF-Messungen wurden mit einem SciAps X-505 Handanalysator an ausgewählten Stellen heterogener mineralisierter Kerne zu geologischen Screening-Zwecken gewonnen. Die einzelnen Spot-Messwerte erreichten bis zu 411.000 ppm Zink (41,1 Prozent Zn) bei 134,6 Metern, 280.500 ppm Zink (28,05 Prozent Zn) und 38.500 ppm Blei (3,85 Prozent Pb) bei 61 Metern sowie 17.600 ppm Zinn (1,76 Prozent Sn) bei 93,6 Metern in GOH26-10. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Werte vorläufig und nicht repräsentativ sind und nicht als Labormessergebnisse interpretiert werden sollten.
Rob Birmingham, Präsident und CEO von GoldHaven, kommentierte: „Wir sind ermutigt von den Ergebnissen in der D Zone, wobei vier unserer ersten fünf Bohrungen signifikante Abschnitte semi-massiver bis massiver sulfidischer Mineralisation anschnitten. Die Identifizierung mehrerer mineralisierter Horizonte, einschließlich sichtbarer Blei-Zink-Sulfide und Hinweise auf zinnhaltigen Skarn, ist besonders interessant." Weiter sagte er: „Diese frühen Ergebnisse helfen uns, ein besseres Verständnis des Systems aufzubauen und unsere nächsten Explorationsziele zu steuern."
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 15.09.2026 berichtete aktien.news, dass GoldHaven Resources ein Update zu seinem ersten Diamantkernbohrprogramm am 100-prozentig gehaltenen Magno-Projekt im Cassiar-Distrikt im Norden von British Columbia vorgelegt hatte. Damals waren über 800 Meter Bohrungen vom ersten Bohrplatz am historischen Kuhn-Wolfram-System niedergebracht worden. Die ersten Bohrungen trafen auf ein etwa 20 Meter langes Intervall aus Skarn, was insofern bemerkenswert war, als historische Interpretationen an diesem Standort zwei separate, schmalere Skarnbänder kartiert hatten.
Am 09.10.2026 meldete aktien.news neue Bohrergebnisse aus dem Kuhn-Projekt. Das abschließende Bohrloch hatte Skarn-Mineralisierung in einem Abstand von rund 80 Metern zu einem früheren, tiefen Skarn-Abschnitt durchteuft. Der Fund galt als bedeutender Hinweis auf die geologische Kontinuität der Skarn-Mineralisierung im Kuhn-Projektgebiet. Skarn-Lagerstätten entstehen durch den Kontakt von magmatischen Gesteinen mit Karbonaten und können wirtschaftlich bedeutende Konzentrationen von Metallen wie Gold, Silber, Kupfer oder Zink beherbergen.
Die D Zone selbst war Gegenstand historischer Exploration, einschließlich Bohrungen, die Berichten zufolge signifikante Silber-Blei-Zink-Mineralisation anschnitten. Zu den historischen Ergebnissen gehört ein berichtetes Intervall von 7,6 Metern mit einem Gehalt von 240 g/t Silber, 4,73 Prozent Blei und 4,74 Prozent Zink. Diese Ergebnisse stammen aus einer Explorationsbohrung von 1982 und wurden vom Unternehmen nicht unabhängig überprüft; sie dienen ausschließlich historischen Zwecken und sind nicht unbedingt Hinweisgeber für aktuelle Bohrergebnisse.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist wichtig, die vorläufigen pXRF-Spotwerte nicht mit belastbaren Laborergebnissen zu verwechseln. Das Unternehmen selbst betont, dass die Messungen analytischen Einschränkungen unterliegen, einschließlich potenzieller Matrixeffekte, und erheblich von späteren Laborwerten abweichen können. Auch das Vorhandensein von Sulfiden bedeutet nicht zwangsläufig wirtschaftlich bedeutende Gehalte an Silber, Blei, Zink oder anderen Metallen.
Die angegebenen Intervalle stellen visuelle geologische Beobachtungen entlang der Bohrkerne dar und sind nicht unbedingt wahre Mächtigkeiten. Anleger sollten daher die noch ausstehenden Laboranalysen abwarten, bevor sie die Ergebnisse einordnen. Positiv ist, dass vier der fünf Bohrungen überhaupt Mineralisation antrafen und das Unternehmen mehrere mineralisierte Horizonte identifizierte. GoldHaven ist ein kanadisches Junior-Explorationsunternehmen; neben dem Magno-Projekt hält es das Kupfer-Gold-Projekt Three Guardsmen in British Columbia, das Copeçal-Goldprojekt in Mato Grosso in Brasilien sowie ein Portfolio kritischer Mineralprojekte in Brasilien.
Ausblick
Die kurzfristigen Prioritäten von GoldHaven in der D Zone umfassen den Abschluss von GOH26-14 sowie die Bewertung zusätzlicher Bohrziele im Bereich Middle D. Hinzu kommen der Abschluss der geologischen Protokollierung, Probenahme und Einreichung mineralisierter Bohrkerne zur Laboranalyse. Das Unternehmen will die Bohrlochinformationen in aktualisierte geologische Pläne und Querschnitte integrieren, um die potenzielle Kontinuität und Orientierung der Mineralisation zu bewerten. Zudem sollen die aktuellen Bohrergebnisse im Kontext historischer Bohrungen und der Oberflächenprobenahme von 2025 überprüft werden. Die Messergebnisse will GoldHaven berichten, sobald sie verfügbar sind und eine angemessene Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollüberprüfung durchlaufen haben.
Die technischen und wissenschaftlichen Informationen wurden von Raymond Wladichuk, P. Geo., überprüft und genehmigt, der eine unabhängige qualifizierte Person gemäß NI 43-101 ist und als Berater des Unternehmens tätig ist.
Kurz erklärt
- pXRF: Portable Röntgenfluoreszenzanalyse, ein tragbares Verfahren zur schnellen Vor-Ort-Messung von Elementgehalten in Gesteinsproben.
- Skarn: Gestein, das durch den Kontakt von magmatischen Gesteinen mit Karbonaten entsteht und Metalle konzentrieren kann.
- Sulfidmineralisation: Anreicherung von Metallsulfiden wie Galenit oder Sphalerit im Gestein, die Träger von Blei, Zink und anderen Metallen sein können.
- NI 43-101: Kanadischer Standard für die Offenlegung technischer Informationen über Mineralprojekte.
