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Social-Media-Verbot für Kinder: Australien macht vor, Europa folgt

Immer mehr Länder weltweit führen strikte Altersbeschränkungen für TikTok, Instagram und Co. ein.

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Social-Media-Verbot für Kinder: Australien macht vor, Europa folgt

Australien hat im Dezember 2024 als erstes Land weltweit ein umfassendes Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren eingeführt. Das wegweisende Gesetz betrifft alle großen Plattformen wie TikTok, YouTube, Instagram und Facebook. Unternehmen, die sich nicht an die Vorgaben halten, drohen Strafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar (34,3 Millionen US-Dollar). Die Regelung gilt ab dem 10. Dezember 2025.

Die australische Initiative wird international aufmerksam beobachtet. Immer mehr Länder erwägen ähnliche Maßnahmen, da die Bedenken über die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit und Sicherheit von Kindern zunehmen. Besonders in Europa und Asien gewinnt das Thema an Dynamik.

Europa verschärft den Kurs

Frankreich hat bereits konkrete Schritte unternommen: Die Nationalversammlung stimmte am 26. Januar einem Gesetzentwurf zu, der Kindern unter 15 Jahren die Nutzung sozialer Medien verbietet. Hintergrund sind wachsende Sorgen über Cybermobbing und psychische Gesundheitsrisiken. Der Entwurf muss noch den Senat passieren, bevor er endgültig verabschiedet wird.

Großbritannien prüft ebenfalls ein Verbot nach australischem Vorbild. Premierminister Keir Starmer kündigte am 20. Januar an, Maßnahmen für Kinder "unter einem bestimmten Alter" zu erwägen. Die genaue Altersgrenze steht noch nicht fest, doch die Regierung hinterfragt, ob das derzeitige digitale Einwilligungsalter zu niedrig angesetzt ist.

Dänemark will soziale Medien für unter 15-Jährige verbieten, wobei Eltern Ausnahmen für Jugendliche ab 13 Jahren gewähren können. Eine Parlamentsmehrheit hat bereits Unterstützung für den Plan signalisiert. Norwegen plant, die Altersgrenze für die Zustimmung zu Social-Media-Nutzung von 13 auf 15 Jahre anzuheben und arbeitet an einer absoluten Mindestaltersgrenze.

Asiatische Länder setzen auf Kontrolle

China hat bereits einen "Minor Mode" eingeführt, der gerätebasierte Beschränkungen und altersabhängige Bildschirmzeit-Limits vorsieht. Malaysia kündigte im November an, ab 2026 soziale Medien für unter 16-Jährige zu verbieten.

In Indien forderte der Chef-Wirtschaftsberater am 29. Januar Altersbeschränkungen und kritisierte die "räuberischen" Methoden der Plattformen zur Nutzerbindung. Der Tourismusstaat Goa erwägt Beschränkungen nach australischem Vorbild.

Unterschiedliche Ansätze bei der Umsetzung

Die Regelungen variieren international erheblich. Während Australien ein striktes Verbot ohne elterliche Ausnahmen durchsetzt, setzen andere Länder auf Zustimmungsmodelle. In Italien benötigen Kinder unter 14 Jahren elterliche Erlaubnis für Social-Media-Konten. Frankreich plant, Minderjährigen zwischen 13 und 16 Jahren die Nutzung nur mit elterlicher Zustimmung zu gestatten.

Kinderschutzorganisationen kritisieren jedoch, dass solche Kontrollmechanismen oft unzureichend seien. Die Debatte über den richtigen Weg zum Schutz von Kindern im digitalen Raum bleibt weltweit kontrovers. Tech-Konzerne stehen zunehmend unter Druck, strengere Altersverifikationssysteme zu implementieren.

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