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SAP bringt neue Plattform für KI-Daten

Business Suite kehrt zurück – Reaktion auf wachsenden Druck durch Konkurrenz

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SAP bringt neue Plattform für KI-Daten

Der Softwarekonzern SAP hat eine neue Datenplattform vorgestellt, die Unternehmen bessere Möglichkeiten für KI-Analysen bieten soll. Die Plattform trägt den Namen SAP Business Data Cloud und wurde am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der Einführung dieser Lösung will SAP seinen Kunden die Bündelung und Vereinheitlichung von Daten aus sämtlichen genutzten Cloudanwendungen ermöglichen. Dabei sollen sowohl Anwendungen von SAP als auch Lösungen von Drittanbietern integriert werden können. Unterstützt wird die Plattform durch die Technologie des US-amerikanischen Unternehmens Databricks, die bei der Zusammenführung und Verwaltung der Daten hilft.

Bereits Ende Januar hatte SAP-Chef Christian Klein auf der Bilanzpressekonferenz in Walldorf die Bedeutung von KI für das Unternehmen betont. Er erklärte, dass die Hälfte der Cloud-Vertragsabschlüsse im Jahr 2024 KI-Anwendungsszenarien enthalten habe. Klein kündigte für den 13. Februar eine bedeutende Neuerung an, ohne zunächst Details zu nennen. Mit der Vorstellung der SAP Business Data Cloud wurde diese Ankündigung nun umgesetzt. SAP-Manager Jan Gilg erklärte bei der Präsentation, dass die Plattform den Unternehmen eine breitere Datenbasis für KI-Analysen bieten und so zu Effizienzsteigerungen beitragen soll.

Zusätzlich zur neuen Datenplattform reaktiviert SAP die Marke Business Suite für seine Cloudanwendungen. Diese Bezeichnung war bereits in der Vergangenheit für Unternehmenssoftware im Einsatz, die auf eigenen Servern installiert wurde. Die klassische Business Suite galt als umfassende Lösung, die Buchhaltung, Personalwesen und Finanzen in einer Software abdeckte. Die Einführung war häufig mit hohem Zeitaufwand und Kosten verbunden. Inzwischen habe SAP jedoch alle Cloudzukäufe und Eigenanwendungen harmonisiert, sodass das Unternehmen nun wieder von einer einheitlichen Business Suite sprechen könne, so der künftige Verantwortliche Jan Gilg.

Mit der Rückkehr zur Bezeichnung Business Suite reagiert SAP auf den zunehmenden Wettbewerb im Cloudgeschäft. Insbesondere Anbieter wie Oracle und Workday konnten in einzelnen Bereichen wie Personalwesen oder E-Commerce Marktanteile gewinnen. Einige SAP-Kunden setzen daher in bestimmten Geschäftsbereichen auf Lösungen der Konkurrenz. SAP möchte durch die neue Business Suite die Vorteile einer integrierten Gesamtlösung betonen. Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe sieht darin eine Strategie des Unternehmens, sich als Komplettanbieter zu positionieren und den Erfolg der Wettbewerber abzufedern. Die Wiederbelebung der Marke und die Einführung der Datenplattform stehen somit in engem Zusammenhang mit der zunehmenden Konkurrenz im Cloudmarkt und der wachsenden Bedeutung von KI-gestützten Anwendungen für Unternehmen.

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