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Datenleck bei KI-Start-up DeepSeek entdeckt

Millionen sensibler Nutzerdaten ungeschützt – Italien sperrt den Zugang

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Datenleck bei KI-Start-up DeepSeek entdeckt

Sicherheitsforscher aus den USA haben eine ungeschützte Datenbank des chinesischen KI-Start-ups DeepSeek entdeckt, die sensible Benutzereingaben enthielt. Nach Angaben des Cloud-Sicherheitsunternehmens Wiz aus New York waren mehr als eine Million Datensätze frei im Internet zugänglich. Die Forscher veröffentlichten einen Bericht zu diesem Vorfall und versuchten, DeepSeek auf die Sicherheitslücke hinzuweisen. Eine offizielle Anlaufstelle für solche Hinweise existierte bei dem Unternehmen jedoch nicht, weshalb die Forscher ihre Meldung an verschiedene DeepSeek-E-Mail-Adressen und LinkedIn-Profile sendeten. Eine Reaktion des Unternehmens blieb bislang aus.

DeepSeek hatte sich innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der App-Charts gesetzt und war zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für etablierte KI-Anbieter wie OpenAI geworden. Nach eigenen Angaben konnte das chinesische Start-up ein leistungsfähiges Modell mit deutlich geringerem Ressourcenaufwand entwickeln. Dies führte zu einer angespannten Situation an den Finanzmärkten, da US-Techkonzerne wie Nvidia durch den Erfolg von DeepSeek unter Druck gerieten.

Infolge des Datenlecks hat die italienische Datenschutzbehörde Garante den Zugang zur DeepSeek-App in Italien gesperrt. Die Behörde leitete eine Untersuchung der beteiligten Unternehmen ein und bemängelte, dass DeepSeek unzureichende Antworten zur Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten gegeben habe. In einer Erklärung wies das Unternehmen darauf hin, dass es nicht in Italien ansässig sei und daher nicht den europäischen Datenschutzbestimmungen unterliege.

DeepSeek hat nach Angaben der Sicherheitsforscher innerhalb von 30 Minuten auf den Vorfall reagiert und die ungeschützte Datenbank gesperrt. Ob Dritte in der Zwischenzeit Zugriff auf die Daten hatten oder diese heruntergeladen wurden, bleibt unklar. Experten warnen generell vor den Risiken, sensible Informationen in KI-Anwendungen einzugeben. Dennoch setzen viele Nutzer solche Systeme ein, um etwa ihre finanzielle Situation zu analysieren oder medizinische Dokumente verständlicher zu machen.

Künstliche IntelligenzDeepSeekDatenschutzSicherheit Italien

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