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Samsung präsentiert teurere Tablets und langlebigeren SmartTag-Tracker

Galaxy Tab S12 Ultra kostet 1.399 Dollar – 100 Dollar mehr als der Vorgänger. Auch das Plus-Modell wird teurer.

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Samsung präsentiert teurere Tablets und langlebigeren SmartTag-Tracker

Samsung Electronics Co. hat ein Paar neuer Android-basierter Tablets mit verbesserter Leistung sowie den neuesten SmartTag-Item-Tracker vorgestellt. Der Tracker bietet im Vergleich zu früheren Modellen eine höhere Präzision und längere Reichweiten bei der Verfolgung. Die neue Galaxy Tab S12-Serie wird in zwei Versionen angeboten und ist in beiden Fällen teurer als die jeweiligen Vorgängermodelle.

Das Top-Modell „Ultra“ kostet 1.399 Dollar – ein Anstieg von 100 Dollar gegenüber dem S11 Ultra. Es verfügt über ein 12,6-Zoll-Display sowie ein schlankes Design mit nur 5,1 Millimetern Dicke. Hinzu kommt das Modell „+“ für 1.200 Dollar, ebenfalls ein Plus von 100 Dollar gegenüber dem S10+, mit einem kleineren 12,6-Zoll-Bildschirm.

Die Vorstellung fällt in eine Phase, in der Samsung bei mehreren Produktlinien die Preise anhebt. Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Konzern bei seiner Smartphone-Serie mit Preiserhöhungen auf gestiegene Chipkosten reagiert. Mit den neuen Tablets und dem überarbeiteten Tracker adressiert Samsung nun zwei Segmente gleichzeitig: das höherpreisige Tablet-Geschäft und das Zubehörgeschäft rund um die Ortung von Alltagsgegenständen.

Die Details

Die Galaxy Tab S12-Serie umfasst nach Angaben aus dem Bericht von Bloomberg Europe zwei Modelle. An der Spitze steht das „Ultra“-Modell zu einem Preis von 1.399 Dollar. Gegenüber dem Vorgänger S11 Ultra bedeutet das einen Aufschlag von 100 Dollar. Das Gerät bringt ein 12,6-Zoll-Display mit und ist mit 5,1 Millimetern Dicke besonders flach konstruiert.

Das zweite Modell der Serie ist die Variante „+“. Sie kostet 1.200 Dollar und liegt damit ebenfalls 100 Dollar über dem Preis des S10+. Der Bildschirm fällt nach den vorliegenden Angaben kleiner aus und misst 12,6 Zoll. Beide Geräte laufen auf dem Android-Betriebssystem und sollen nach Angaben des Unternehmens eine verbesserte Leistung bieten.

Neben den Tablets präsentierte Samsung den neuesten SmartTag-Item-Tracker. Dieser soll Gegenstände mit höherer Präzision und über längere Reichweiten hinweg verfolgen können als frühere Modelle. Ein Preis für den Tracker wird in der Quelle nicht genannt. Auch konkrete Markteinführungstermine für die neuen Geräte gehen aus dem Bericht nicht hervor.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die aktuellen Preiserhöhungen stehen nicht isoliert. Bereits am 26.02.2026 berichtete aktien.news, dass Samsung die Galaxy-S26-Serie vorgestellt und dabei auf eine Kombination aus KI-Funktionen und neuer Chiptechnologie gesetzt hatte. Damals kostete das Basismodell in den USA 899 Dollar – ein Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorgänger Galaxy S25. Das S26 Plus verteuerte sich um 10 Prozent auf 1.099 Dollar, während nur das Ultra-Modell preislich stabil blieb. In Südkorea, dem Heimatmarkt des Konzerns, fiel die Preiserhöhung beim Basismodell mit 8,6 Prozent noch deutlicher aus. Als Hauptgrund nannte Samsung die stark gestiegenen Chippreise, die durch den globalen KI-Boom ausgelöst wurden.

Am 22.07.2026 berichtete aktien.news, dass Samsung auf seinem Galaxy Unpacked Event erstmals umfassende Details zu seinen kommenden Smart Glasses präsentierte. Die Brille verfügt über eine integrierte Kamera, ist mit dem Snapdragon AR1 Gen1-Chip von Qualcomm ausgestattet und muss mit einem Smartphone gekoppelt werden. Damit tritt der südkoreanische Technologiekonzern direkt gegen den Marktführer Meta an.

Am 02.07.2026 meldete aktien.news, dass die Samsung-Gruppe detaillierte Investitionspläne für die zentrale südkoreanische Provinz Chungcheong vorgestellt hat. Insgesamt sollen 140 Billionen Won – umgerechnet rund 90 Milliarden US-Dollar – in die Region fließen. Die Mittel sind für die Produktion von Display-Panels, Batterien, Halbleiterchips und Chip-Materialien vorgesehen. Die Einzelheiten wurden von Yi Chung, CEO von Samsung Display, im Rahmen einer Veranstaltung unter Leitung von Präsident Lee Jae Myung erläutert.

Am 04.03.2026 berichtete aktien.news über massive Kursverluste der Samsung-Aktie. Nach einem Kurssturz von rund 12 Prozent auf 172.100 Won an der Seouler Börse summierten sich die Verluste über zwei Handelstage auf mehr als 20 Prozent. Auslöser war ein Bericht der Korea JoongAng Daily, der eine weitere Verzögerung beim Hochlauf des Samsung-Chipwerks in Taylor, Texas, enthüllte. Ein signifikanter Produktionshochlauf wurde demnach nun erst für Anfang 2027 erwartet – statt wie ursprünglich geplant Ende 2025. Die 37 Milliarden Dollar teure Anlage befand sich zu diesem Zeitpunkt im Pilotbetrieb.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Preispolitik bei Samsung-Produkten ein wichtiger Indikator für die Margenentwicklung im Endkundengeschäft. Wenn der Konzern bei Tablets und Smartphones gleichermaßen die Preise anhebt, deutet das auf anhaltenden Kostendruck hin – insbesondere bei Halbleiterchips, die Samsung in der Vergangenheit selbst als Hauptgrund für Preiserhöhungen genannt hat. Gleichzeitig zeigt die Vorstellung neuer Produkte in mehreren Kategorien, dass Samsung sein Portfolio breit aufstellt und nicht allein vom Smartphone-Geschäft abhängig sein will.

Die Kursreaktion auf die Verzögerung im texanischen Chipwerk im März 2026 macht deutlich, wie sensibel der Markt auf Nachrichten aus dem Halbleitergeschäft reagiert. Für Anleger lohnt daher der Blick auf beide Seiten: das margenträchtige Komponentengeschäft und das wettbewerbsintensive Endkundengeschäft mit Tablets, Smartphones und Zubehör. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Ausblick

Konkrete Starttermine für die Galaxy Tab S12-Serie und den neuen SmartTag nennt die Quelle nicht. Aus den früheren Berichten von aktien.news geht hervor, dass Samsung den Produktionshochlauf seines Chipwerks in Taylor, Texas, nach dem Stand vom 04.03.2026 erst für Anfang 2027 erwartet. Zudem hat der Konzern im Rahmen seiner Investitionspläne vom 02.07.2026 Mittel für die Produktion von Display-Panels, Batterien, Halbleiterchips und Chip-Materialien in der Provinz Chungcheong vorgesehen. Diese Vorhaben betreffen die Lieferkette, aus der auch Endgeräte wie Tablets hervorgehen.

Kurz erklärt

  • Item-Tracker: Kleines Zubehörgerät, das per Funk mit dem Smartphone verbunden wird und beim Wiederfinden von Gegenständen wie Schlüsseln oder Taschen hilft.
  • Display: Der Bildschirm eines Geräts, dessen Diagonale in Zoll angegeben wird und der maßgeblich Größe und Gewicht des Geräts bestimmt.
  • Halbleiterchip: Elektronischer Baustein, der die Rechenleistung eines Geräts liefert und dessen Verfügbarkeit und Preis die Produktionskosten stark beeinflussen.
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