Revo Hospitality Insolvenz: Dreistellige Zahl von Investoren im Rennen
Der Verkaufsprozess des insolventen Hotelbetreibers Revo Hospitality stößt auf außergewöhnlich großes Investoreninteresse.

Die Revo Hospitality Group, einer der größten Hotelbetreiber Europas, zieht trotz laufendem Insolvenzverfahren massives Investoreninteresse auf sich. Laut den beteiligten Restrukturierungsexperten haben bereits eine dreistellige Zahl potenzieller Käufer Zugang zum Datenraum erhalten. Das ist ein klares Signal: Der Markt sieht in dem Unternehmen trotz der finanziellen Schieflage erheblichen Wert.
Sanierungsgeschäftsführer Benedikt de Bruyn von der Kanzlei GT Restructuring bestätigte gegenüber der WirtschaftsWoche das außergewöhnlich hohe Interesse. Ein breites Käuferfeld in dieser Größenordnung ist selbst bei prominenten Insolvenzen keine Selbstverständlichkeit. Es deutet darauf hin, dass Investoren die Substanz des Unternehmens und seine Marktposition als attraktiv einschätzen.
Verkaufsprozess nimmt Fahrt auf
Der strukturierte Verkaufsprozess läuft damit deutlich vielversprechender an als bei vielen vergleichbaren Restrukturierungsfällen. Für die Beschäftigten des Unternehmens ist das eine wichtige Nachricht: Je mehr ernsthafte Bieter im Rennen sind, desto höher die Chancen auf einen Käufer, der den Betrieb und damit die Arbeitsplätze weitgehend erhält. In Insolvenzverfahren dieser Größenordnung ist die Investorenbreite oft entscheidend für das Ergebnis.
Die Hotelbranche befindet sich nach den Turbulenzen der Pandemiejahre in einer Phase der Konsolidierung. Große Portfolios wie das von Revo Hospitality wecken dabei besonders das Interesse von Private-Equity-Investoren und strategischen Käufern aus der internationalen Hospitality-Branche. Wer letztlich den Zuschlag erhält und zu welchem Preis, dürfte in den kommenden Wochen klarer werden.
