KKR erzielt 15-fachen Gewinn mit Rechenzentrum-Kühlungsverkauf
Der Private-Equity-Riese KKR verkauft CoolIT für 4,75 Milliarden Dollar an Ecolab – eine der rentabelsten Investitionen der Firmengeschichte.

KKR steht kurz vor einem der größten Investitionserfolge seiner Geschichte. Der Verkauf des Rechenzentrum-Kühlungsspezialisten CoolIT an den Chemiekonzern Ecolab für 4,75 Milliarden US-Dollar soll das rund 15-Fache des eingesetzten Eigenkapitals einbringen. Das berichteten KKR-Führungskräfte gegenüber dem Wall Street Journal.
KKR hatte erst 2023 eine Mehrheitsbeteiligung an CoolIT erworben, als das Unternehmen noch mit rund 270 Millionen Dollar bewertet wurde. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich der Unternehmenswert damit auf das Rund-18-Fache gesteigert. Die vergangene Woche angekündigte Transaktion zählt laut Unternehmensangaben zu den renditestärksten Investments der letzten 20 Jahre.
Rasantes Wachstum dank KI-Boom
Der Erfolg ist eng mit dem globalen Boom bei Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz verknüpft. Seit der KKR-Übernahme hat sich der Umsatz von CoolIT in etwa vervierfacht. Das Unternehmen verdoppelte seine Belegschaft, erweiterte die Produktionskapazitäten und gewann weitere große Cloud-Anbieter als Kunden.
CoolIT entwickelt Flüssigkühlungssysteme für Hochleistungsserver – eine Technologie, die angesichts des enormen Energiebedarfs moderner KI-Chips stark nachgefragt wird. Der Käufer Ecolab ist als globaler Anbieter von Wasser-, Hygiene- und Energielösungen bekannt und baut sein Geschäft im Bereich Rechenzentrum-Infrastruktur gezielt aus.
Zu den weiteren Spitzeninvestments von KKR in ähnlicher Renditeklasse zählen laut Unternehmensangaben der App-Vermarkter AppLovin, der japanische Chiphersteller Kokusai Electric sowie der US-Garagentorhersteller CHI Overhead Doors. Auch die Mitarbeiter von CoolIT sollen an dem Verkaufserlös beteiligt werden, wie KKR mitteilte.
Für deutsche Anleger verdeutlicht der Deal die enormen Renditechancen im Bereich Rechenzentrum-Infrastruktur. Private-Equity-Investoren wie KKR (an der Frankfurter Börse notiert) profitieren dabei von ihrer Fähigkeit, frühzeitig in Wachstumssegmente zu investieren, bevor diese für breite Investorengruppen zugänglich werden.
