KKR übernimmt US-Bäckereikette Nothing Bundt Cakes für über 2 Milliarden Dollar
Der Private-Equity-Riese KKR schnappt sich die amerikanische Franchise-Bäckerei von Konkurrent Roark Capital.

Der US-Finanzinvestor KKR hat sich auf die Übernahme der amerikanischen Bäckereikette Nothing Bundt Cakes geeinigt. Der Kaufpreis liegt inklusive Schulden bei über 2 Milliarden US-Dollar, wie mit der Transaktion vertraute Personen berichten. Verkäufer ist der bisherige Eigentümer Roark Capital, ein weiterer Private-Equity-Investor.
Nothing Bundt Cakes wurde 1997 von zwei Müttern gegründet und hat sich seitdem zu einer landesweiten Kette entwickelt. Das in Dallas ansässige Unternehmen vertreibt individuell gestaltbare Napfkuchen – sogenannte Bundt Cakes – in verschiedenen Größen und Geschmacksrichtungen. Zu den beliebtesten Sorten zählen Red Velvet, Confetti und Bananenpudding-Kuchen.
Roark Capital hatte die Bäckereikette erst im Jahr 2021 erworben und gibt sie nun nach rund vier Jahren wieder ab. Der Verkauf entspricht dem typischen Private-Equity-Zyklus, bei dem Unternehmen nach einer Wachstumsphase mit Gewinn weiterveräußert werden.
Franchise-Modell als Schlüssel für Investoren
Das Geschäftsmodell von Nothing Bundt Cakes basiert weitgehend auf Franchise-Nehmern. Dieses Konzept gilt bei Private-Equity-Gesellschaften als besonders attraktiv, da es planbare und stabile Umsatzströme liefert. Franchisegeber erhalten regelmäßige Lizenzgebühren, ohne das operative Risiko einzelner Standorte vollständig tragen zu müssen.
Für KKR ist die Transaktion ein weiterer Zukauf im Konsumgüterbereich. Der Finanzinvestor verwaltet weltweit ein Vermögen von mehreren hundert Milliarden Dollar und ist auch deutschen Anlegern als börsennotiertes Unternehmen bekannt. KKR-Aktien reagierten auf die Nachricht mit einem leichten Rückgang von rund 2,2 Prozent.
